CFD ohne Nachschusspflicht

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Contents

CFD Broker ohne Nachschusspflicht im Test 2020

Um eine interessante Facette im Handel mit Aktien, Rohstoffen oder Währungen handelt es sich beim sogenannten CFD Handel. Dabei werden nicht die Produkte selber gekauft, sondern Derivate, in deren Rahmen ein finanzieller Hebel eingesetzt wird. Dadurch können auch bei kleinsten Kursveränderungen zum Teil erhebliche Gewinne erzielt werden und zwar in kurzer Zeit. Ein wichtiges Unterscheidungskriterium zwischen den verschiedenen Anbietern ist die sogenannte Nachschusspflicht.

Wir haben verschiedene Anbieter getestet, wobei eToro eindeutig der beste CFD Broker ohne Nachschusspflicht war.

In der folgenden Tabelle haben wir zudem eine Reihe von weiteren empfehlenswerten Brokern aufgelistet, über die private Anleger CFDs ohne Nachschusspflicht handeln können.

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Was ist die Nachschusspflicht?

Auswahl eines CFD Brokers

Achte bei der Wahl vor allem auf folgende Punkte.

  • Anbieter – Ordnungsgemäß lizenziert
  • Hebel – Flexibel einstellbar
  • Software – Verschiedene Handelsplattformen

Im Handel mit Contracts for Differences, so der ausführliche Name, werden anders als im klassischen Aktienhandel lediglich Derivate und nicht die eigentlichen Werte erworben. Die Broker statten die Kontrakte dabei mit einem bestimmten finanziellen Hebeln aus. Tatsächlich wird mit einem konkreten Geldbetrag, der in ein CFD investiert wird, eine weitaus größere Menge an Aktien oder anderen Basiswerten an den Märkten bewegt. Das hierfür notwendige Kapital, der finanzielle Hebel, wird durch den Broker zur Verfügung gestellt. Auf dieser Grundlage haben die Trader die Möglichkeit, auch von minimalen Kursveränderungen zu profitieren. Doch genau so, wie Gewinne entsprechend dem eingesetzten Hebel vervielfacht werden, drohen auch deutlich höhere Verluste, sollte sich der Kurs des Basiswerts nicht in die gewünschte Richtung bewegen. Für jede Position, die durch den Kunden eingegangen wird, fordert der Broker daher eine Sicherheitsleistung, die auch als sogenannte Margin bezeichnet wird. Hieraus werden die möglichen Verluste beglichen, sollte sich die Position nicht wie erwartet entwickeln. Sind die negativen Kursveränderungen größer als erwartet, reicht diese Margin nicht aus und es kommt zur sogenannten Nachschusspflicht. Dies bedeutet konkret, dass der Trader dazu aufgefordert wird, Kapital nachzuschießen. Das heißt aber, dass der Verlust einer Transaktion sogar über den eigentlichen Einsatz hinausgehen kann. Bei starken Kursschwankungen sogar deutlich, wie der sogenannte Franken-Schock vor einiger Zeit deutlich gemacht hat.

Wie kann man dann ohne Nachschusspflicht traden?

Zwischen Online Brokern für CFDs mit und ohne Nachschusspflicht besteht dabei ein entscheidender Unterschied: Online Broker mit Nachschusspflicht fordern den entsprechenden Betrag in jedem Fall ein. Bei CFD Brokern ohne Nachschusspflicht haben die Trader dagegen die Wahl, ob Kapital nach geschossen werden soll oder nicht. Entscheidet sich der Trader dagegen, wird die Position im entsprechenden Fall automatisch aufgelöst. Auch diese Variante ist nicht vollständig frei von Nachteilen. Denn der Einsatz des Traders ist mit der Auflösung der Position unwiederbringlich verloren, selbst wenn sich der Kurs im Anschluss wieder zu seinen Gunsten entwickeln sollte. Allerdings ist dabei vollständig ausgeschlossen, dass Verluste zu beklagen sind, die über den eigentlichen Einsatz sowie die Margin hinausgehen. Bei welchem Kursniveau eine Position konkret aufgelöst wird, hängt vor allem vom gewählten Hebel bzw. der damit verbundenen Margin Anforderung ab.

Gibt es Betrug bei Trades ohne Nachschusspflicht?

Viele Trader wittern schnell Betrug, wenn ihre Position bei einem bestimmten Kursniveau automatisch aufgelöst wurde, insbesondere dann, wenn sich der Kurs im Anschluss wieder erholt. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass auch für den CFD Broker ohne Nachschusspflicht keinen direkten Vorteil hieraus entsteht, da er die Transaktion lediglich ausführt. Im Gegenteil: Mit der automatischen Auflösung senkt der Broker sein eigenes Risiko, da dieser die Verluste durch den Trader nicht erstattet bekommt. Tatsächlich hat der bereits erwähnte Franken-Schock einige CFD Broker an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Entscheidend für den Trader ist vor allem das konkrete Kursniveau, bei dem die Nachschusspflicht bzw. die automatische Auflösung der Positionen greift. Darüber hinaus sind die Mechanismen bei einem CFD Broker ohne Nachschusspflicht dieselben wie bei einem CFD Brokern mit Nachschusspflicht.

Sind Broker mit oder ohne Nachschusspflicht besser?

Die Frage, ob CFD Broker mit oder ohne Nachschusspflicht besser sind, lässt sich nur vor dem Hintergrund der Erfahrungen beantworten, über die der einzelne Trader verfügt. Insbesondere Anfängern ist zu empfehlen, einen CFD Broker ohne Nachschusspflicht zu wählen. Nur so kann sicher ausgeschlossen werden, dass unkalkulierbare Verluste eintreten, die für den Trader möglicherweise sogar ein existenzgefährdendes Risiko darstellen könnten. Der Umstieg auf einen CFD Broker mit Nachschusspflicht sollte daher erst erfolgen, wenn wirklich substanzielle Erfahrungen in diesem Bereich vorliegen und der Trader das damit verbundene Risiko richtig einschätzen kann.

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Fazit: Kein Betrug bei Brokern ohne Nachschusspflicht zu befürchten

Prinzipiell ist es eine auf den ersten Blick kleine, darüber hinaus aber durchaus wichtige Unterscheidung, ob es sich um einen CFD Broker mit oder ohne Nachschusspflicht handelt. Bei Vertretern der letzteren Gruppe haben die Trader die Sicherheit, dass Positionen beim Erreichen eines bestimmten Kursniveaus automatisch geschlossen werden, so dass es niemals zu Verlusten kommen kann, die über den eigentlichen Einsatz hinausgehen. Dieses Kursniveau ist entsprechend der festgelegten Margin transparent und klar definiert, so dass es auch nicht zu Betrug kommen kann. Ist darüber hinaus sichergestellt, dass der CFD Broker über eine EU Lizenz verfügt, kann vollständig davon ausgegangen werden, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Broker ohne Nachschusspflicht – Bei diesen Anbietern gibt es keinen negativen Kontosaldo!

Nachschusspflicht: Wenn Trader (mehr als) Lehrgeld zahlen müssen

Es ist ein Extremszenario, aber durchaus im Bereich des Möglichen: Bewegt sich der Markt zu stark gegen Trader, kann das Eigenkapital einer gehebelten Position zu mehr als 100% aufgezehrt werden und der Kontostand einen negativen Betrag annehmen. Nachschusspflichten sind nicht ungefährlich – das verdeutlichte zuletzt der „Franken-Schock“ im Januar.

Fakten zur Nachschusspflicht

  • Nachschusspflicht entsteht bei negativem Kontosaldo
  • Unter normalen Marktbedingungen werden „kritische“ Positionen geschlossen
  • close-out-Level schützen nicht gegen Kurslücken und Marktturbulenzen
  • Broker können Nachschusspflichten rechtsverbindlich ausschließen
  • Garantierte Stop-Loss-Orders sichern gegen Kurslücken ab

Nachschusspflichten sind Forderungen eines Brokers gegen seine Kunden

Technisch betrachtet kommt es im FX- oder CFD Handel ständig zu Nachschusspflichten zulasten von Tradern. Jeder Broker legt eine zur Eröffnung einer Position notwendige Initial Margin und eine zur Aufrechterhaltung der Position erforderliche Maintenance Margin fest.

Entwickelt sich eine Position ungünstig und fällt die Maintenance Margin unter den festgelegten Wert, liegt bereits eine Form der Nachschusspflicht vor: Broker räumen sich für diesen Fall das Recht zur sofortigen Schließung von Positionen ein, sofern der Kunde nicht umgehend weitere Mittel zur Verfügung stellt.

Letzteres geschieht zumeist lautlos und unspektakulär durch die automatische Umbuchung von Kontoguthaben zulasten des Postens „Frei verfügbares Kapital“ zugunsten von „Gebundene Margin“: Solange sich genügend Guthaben auf dem Konto befindet, wird dieses automatisch zur Aufrechterhaltung der Position herangezogen und kann nicht mehr zur Auszahlung angefordert werden.

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Problematisch sind Nachschusspflichten bei negativem Kontostand

Bei einer günstigen Marktentwicklung besitzen Sie einen Anspruch gegen Ihren Broker („Kursgewinne“), bei einer ungünstigen Entwicklung verhält es sich umgekehrt („Kursverluste“).“ maxwidth=“25%“ float=“right“]

Problematischer sind Nachschusspflichten im Zusammenhang mit einem negativen Kontostand: Wurde das gesamte Eigenkapital auf dem Handelskonto aufgezehrt und sind alle Positionen aufgrund unterschrittener Marginanforderungen geschlossen, ist der Broker im Besitz einer Forderung gegen seinen Kunden.

Mit der Kontoeröffnung bei einem CFD/FX Broker (die meisten Forex Broker lassen Währungspaare im rechtlichen Mantel eines CFDs handeln) schließen Sie einen Rahmenvertrag über Differenzausgleichsverträge ab. Dieser legt im Wesentlichen fest, dass zwischen Ihnen und dem Broker ein Vertrag über den Differenzausgleich zustande kommt, wenn Sie über die Handelsplattform eine entsprechende Order erteilen.

Daran ändert sich grundsätzlich nichts, nur weil Ihr Handelskonto kein Guthaben mehr aufweist – der Broker fordert Sie dann bzgl. seiner Forderung zum Nachschuss von Kapital auf – ggf. auch gerichtlich.

Praxisbeispiel:
Vor allem Kurslücken führen zu Nachschusspflichten

Das größte Risiko für Trader im Hinblick auf eine Nachschusspflicht stellen Kurslücken, sogenannte Gaps dar.

Doch wie kann es überhaupt dazu kommen, dass das Kapital auf dem Handelskonto nicht nur einen Totalverlust (100 %) erleidet, sondern dass sogar über den Gesamteinsatz hinausgehende Verluste entstehen? Ein so extremer Verlauf des Kontos ist nur bei einem ebenso extremen Verlauf der Marktentwicklung zu erwarten. Das größte Risiko für Trader im Hinblick auf eine Nachschusspflicht stellen Kurslücken (Gaps) dar. Dies soll an einem hypothetischen Beispiel erläutert werden, das aus Gründen der Vereinfachung auf Spreads und Kommissionen verzichtet.

Auf einem Handelskonto befinden sich 10.000 €. Der Kontoinhaber eröffnet eine Longposition in einem CFD auf den Deutschen Aktienindex (DAX) im Umfang von 100 Kontrakten zu jeweils 10.000 €, so dass das Gesamtvolumen der Order 1,0 Mio. € beträgt. Die Order wird mit einem Stop Loss bei 9950 Punkten gegen Kursverluste abgesichert.

Noch am selben Handelstag kommt es zu einem völlig unerwarteten und als sehr negativ eingestuften Ereignis. Der DAX fällt binnen weniger als einer Minute stark, da eine große Zahl von Verkaufsaufträgen auf den Markt dringt und keine Käufer vorhanden sind. Dem Broker gelingt es aufgrund der Marktsituation erst nach mehreren Minuten, die Stop-Loss-Order auszuführen – zum nächstbesten Kurs von 9.750 Punkten. Dadurch entsteht ein Verlust in Höhe von 25.000 €, dem lediglich 10.000 € Eigenkapital gegenüberstehen. Der Broker fordert den Ausgleich des Negativsaldos von 15.000 €.

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Schweizerische NationalbankCloseout-Level und Stop-Loss schützen nicht immer

Zu Beginn des Jahres 2020 ereignete sich ein reales Extremszenario, das viele Trader zur Nachschusspflicht zwang: Die Schweizer Notenbank SNB hob über Nacht und vom Gros der Marktteilnehmer unerwartet die Franken-Bindung auf, woraufhin der CHF stark aufwertete und sogar einige Broker insolvent wurden..

Das Beispiel macht deutlich, dass Stop-Loss-Orders unter extremen Marktbedingungen keinen absoluten Schutz bieten, weil ihre Ausführung vom Markt abhängig ist. Dasselbe gilt für close-out-Levels: Damit definieren Broker Margin-Szenarien, bei deren Eintritt automatisch Positionen glattgestellt werden, um einen negativen Kontostand zu vermeiden.

Für Broker sind Nachschusspflichten Teil der Kalkulation

Für Broker sind Nachschusspflichten zunächst eine logische Schlussfolgerung der Kalkulation von Differenzausgleichskontrakten. Verlieren Sie mit einer Longposition viel Geld, vereinnahmt ein anderer Kunde desselben Brokers mit einer gegenläufigen Position womöglich Gewinne im selben Umfang. Diesem Kunden gegenüber ist der Broker zum Differenzausgleich verpflichtet. Verzichtete der Broker Ihnen gegenüber auf die Nachschusspflicht, müsste der Gewinn des anderen Kunden aus anderen Quellen finanziert werden – etwa durch generell breitere Spreads oder zusätzliche Gebühren.

Rechtsverbindlicher Ausschluss der Nachschusspflicht – und der Preis dafür

Einige Broker verzichten tatsächlich auf Nachschusspflichten zulasten ihrer Kunden. Falls Sie gezielt nach einem solchen Broker suchen, sollten Sie unbedingt die Details im Kleingedruckten der Vertragsbedingungen beachten.

Wenig belastbar, da rechtlich im Zweifel hinfällig, sind Aussagen dieser Bauart: „Durch technische Vorrichtungen (close-out) werden negative Kontostände ausgeschlossen“. Es handelt sich letztlich um eine Information von geringem Wert, da jeder Broker im Marginhandel solche Systeme nutzt. Diese schützen aber eben nicht vor Nachschusspflichten infolge von Kurslücken und anderen extremem Marktereignissen.

Schließt ein Broker diese verbindlich aus, geht dies mit höheren Marginanforderungen und damit geringeren Hebelwirkungen einher. Ursächlich für Nachschusspflichten sind häufig sehr große Finanzhebel im Bereich von 100:1 und größer. Bei Konten ohne Nachschusspflichten wird der maximale Finanzhebel häufig auf 50:1 oder niedriger begrenzt.

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CFD und Forex Broker ohne Nachschusspflicht

FXCM (UK) kündigte im März an, Kunden bei negativen Kontoständen die ersten 50.000 € davon zu erlassen und auf die Rückzahlung der über 50.000 € hinausgehenden Anteile der Forderungen bestehen zu wollen.

Die comdirect bietet CFD-Handel über verschiedene Kontomodelle an, darunter eines mit verbindlichem Ausschluss der Nachschusspflicht bei auf 20% erhöhten Marginanforderungen. Auch die Consorsbank verzichtet mittlerweile auf Nachschusspflichten, der britische Broker CityIndex bietet Konten mit obligatorischer Platzierung von garantierten SL-Orders an, die z. B. auch IG Markets für einen Teil des Basiswertekatalogs ermöglicht – ebenso wie bei CityIndex gegen zusätzliche Gebühren.

CFD Nachschusspflicht – mit welchen Auswirkungen müssen Sie 2020 rechnen?

Längst hat es sich herumgesprochen, dass mit CFDs, den so genannten Differenzkontrakten, gutes Geld verdient werden kann. In gleicher Weise zeigt die Erklärung des Vorgehens beim Handel aber, dass die Risiken von Tradern niemals unterschätzt werden sollten. Auf den ersten Blick ist ein kompletter Verlust des Kapitals auf dem Handelskonto die größte Gefahr. Die genaue CFD Nachschusspflicht Definition aber zeigt, dass dies keineswegs das einzige Risiko darstellt. Viele Vertreter der Branche arbeiten mit der besagten Nachschusspflicht, was für die Anleger jenseits der eigentlich investierten Summen zu einem teuren Unterfangen werden kann.

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Ratgeber: CFD Nachschusspflicht

Die Gefahr ist im „Worst Case“ darin zu sehen, dass Trader einige Male in Folge Gewinne erzielen. Kommt es aber zu einem Verlust, kann die Nachschusspflicht unter Umständen mit kaum kalkulierbaren Kosten einhergehen. In einigen Fällen wird mit einer uneingeschränkten Nachschusspflicht gearbeitet. Das bedeutet im Klartext, dass auch Geld über das verfügbare Kapital auf dem Handelskonto hinaus verloren gehen kann. Dies kann bei einem CFD Trader passieren, wenn die Kurse der gehandelten Basiswerte ins Bodenlose fallen. Hier zeigt sich ein gravierender Unterschied etwa zu Aktien. Obwohl Trader sich vielleicht ein Limit für die jeweilige Anlage gesetzt hatten.
Die CFD Nachschusspflicht ist ein Punkt, der vielen Tradern so gar nicht bewusst ist. Die Problematik liegt hier vor allem darin, dass sie auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Daher ist es einfach, sich über ein Beispiel bewusst zu machen, wie es zu dieser Nachschusspflicht kommen kann:

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Wenn sich ein Trader entscheidet, eine Aktie online zu handeln, geht er grundsätzlich davon aus, höchstens den Verlust einzufahren, den er auch investiert hat. Wer beispielsweise bei einer Aktie eine Longposition eröffnet, bei der ein aktueller Wert 50 Euro beträgt, so geht er davon aus, höchstens 50 Euro zu verlieren. Kauft der Trader 100 Kontrakte der Aktie, dann hat seine Position einen Gesamtwert von 5.000 Euro. Der Broker nimmt eine Initial Margin. Diese kann beispielsweise bei 10% liegen und würde sich dann also auf 500 Euro belaufen.
Was ist die Initial Margin? – Hierbei handelt es sich um eine Sicherheitsleistung, die auf dem Konto des Traders hinterlegt werden muss. Viele Broker nehmen diese sogenannte Initial Margin in Form von Buchgeld, das sich aus Wertpapieren zusammensetzt. Bekannt ist die Initial Margin auch unter der Bezeichnung „Ersteinschuss“. Wichtig: Kommt es zu einem Verlust, bei dem das Guthaben auf dem Konto unter die Margin sinkt, dann ruft der Broker einen Margin Call aus. Dieser verpflichtet den Trader, sein Konto wieder soweit aufzustocken, dass die Initial Margin wieder erreicht ist.
Interessant zu wissen: Es gibt eine Maintenance Margin. Hierbei handelt es sich um den Betrag, auf den das Konto des Traders höchstens sinken darf. Kurzzeitige Verluste sorgen also nicht gleich dafür, dass der Trader dauerhaft Verlust macht.
Das Risiko einer CFD Nachschusspflicht ist allgegenwärtig und kann dafür sorgen, dass die Verluste beim Handel noch höher sind, als erwartet. Daher ist es wichtig, sich vor dem Trading darüber zu informieren und sicherzustellen, dass es möglich ist, das Konto bei Bedarf bis zur Initial Margin immer wieder aufstocken zu können.

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So kann es zur Nachschusspflicht kommen – 2 Möglichkeiten im Detail

Schlimmstenfalls sind Nachzahlungen fällig, wenn Verluste zu massiv ausfallen. Besonders riskant in diesem Zusammenhang sind vielfach Handelsbemühungen übers Wochenende. Und: Je höhe der Hebel desto höher auch die Gefahr für eine CFD Nachschusspflicht von hohen Beträgen. Viele Trader möchten hohe Hebel natürlich nutzen, um möglichst hohe Gewinne zu machen. Dabei vergessen sie jedoch, dass die Verluste ebenso hoch sein können:

Der Margin Call

Die Aktie wurde gekauft und gebucht und alles scheint gut zu sein, doch nach der Buchung stürzt der Wert plötzlich ab und der Absturz liegt über 2,5%. Wer nun die Bestimmungen des Brokers gelesen hat, der weiß, wo die Maintenance Margin liegt. Diese kann sich bei 2% oder auch bei 4% bewegen, das ist ganz unterschiedlich. Beim Beispiel wird nun davon ausgegangen, dass diese bei 2,5% liegt. Durch den Absturz der Aktie ist die Mindesthöhe der gewünschten Sicherheitsleistung nicht mehr gegeben, da der Kurs unter die angegebene Schwelle gesunken ist. Wenn der Trader nun auch kein Guthaben mehr auf seinem Konto hat, dann kommt es zu einem Margin Call.
Tritt dies ein, informiert der Broker darüber, dass das Konto aufgefüllt werden muss und zwar so weit, dass die Initial Margin wieder erreicht wird. Dabei bezieht sich die Initial Margin auf den aktuellen Kurs. Im oben genannten Beispiel liegen die Forderungen daher bei 125 Euro. Das ist noch übersichtlich und sollte für einen Trader in der Regel kein Problem darstellen. Doch wie sieht es aus, wenn der Trader sein Guthaben nicht aufstocken kann? In diesem Fall ist es so, dass der Broker das Recht hat, die Position zu schließen. Auch das bedeutet einen Verlust für den Trader.

Negativer Kontosaldo und die CFD Nachschusspflicht

Wer sich für einen CFD-Broker entscheidet, der sollte darauf achten, ob dieser ein sogenanntes Close-Out-Level nutzt. Bei diesem Level wird ein Prozentsatz der Initial Margin festgelegt. Ist dieser Prozentsatz erreicht, dann kann der Broker eine Position direkt schließen und muss den Trader darüber nicht informieren. Je nach Broker gibt es hier unterschiedliche Regelwerke. Die meisten Broker entscheiden sich dann, die Positionen zuerst zu schließen, die einen besonders hohen Anteil der Margin ausmachen. Der Trader muss also seine Verluste selbst im Blick haben und dafür sorgen, dass sein Konto ausreichend gedeckt ist. Das ist nicht immer ganz einfach. Besonders häufig tritt dieser Fall nämlich nach einem Wochenende ein. Die Opening Gaps nach dem Wochenende können für den Trader einen hohen Verlust bedeuten. Wenn beispielsweise über das Wochenende eine Aktie 20% an Wert verliert, dann kann der Broker im oben genannten Beispiel 500 Euro nachfordern. Liegt diese Nachforderung über dem Close-Out-Level, wird die Position direkt geschlossen. Für den Trader kann dies hohe Verluste bedeuten.

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Bei der CFD Nachschusspflicht ist zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu unterscheiden. Der Klassiker ist der Margin Call. Dieser wird ausgerufen, wenn das Konto eines Traders durch Verluste bei der Aktie unter einen festgelegten Betrag fällt. In diesem Fall muss das Konto ausgeglichen werden. Einige Broker nutzen jedoch auch ein Close-Out-Level. Ist dieses erreicht, dann wird die Position direkt geschlossen. Beide Möglichkeiten können für den Broker hohe Verluste bedeuten.

Sorgfältige Broker-Auswahl kann Verluste durch Nachschuss einschränken

Fehlt es am notwendigen Konto-Guthaben, kommt es zum angesprochenen „Margin Call“. Die Folge: Händler müssen mit einer Forderung in unterschiedlicher Höhe rechnen, damit das Margin-Niveau auf Basis des momentanen Kurses gehalten wird. Kommen Händler dieser Zahlungsverpflichtung nicht nach, können Broker die betreffenden Positionen üblicherweise auf Basis der geltenden AGB schließen. Möglich ist laut Experten-Erfahrung zum Thema Nachschusspflicht eine Festlegung auf das hinterlegte Guthaben auf dem Handelskonto. Wer sich auf die Suche nach einem Broker macht, der sollte dieses Risiko immer im Hinterkopf behalten und sich den Broker genau ansehen. So variieren die Marginforderungen teilweise stark und liegen im Durchschnitt zwischen 0,5% und 10%. Das ist ein deutlicher Unterschied, der bei einem Händler das Zünglein an der Waage sein kann. Wer sich also erst die AGB sowie das Regelwerk zu den Marginanforderungen durchliest und auf einen Broker setzt, der keinen zu hohen Betrag fordert, der kann sein Risiko bereits senken.
Die Anforderungen der Broker an die Margin variieren teilweise stark. Daher ist es wichtig, vor der Eröffnung eines Kontos die Anforderungen genau durchzulesen und hier auch mehrere Broker miteinander zu vergleichen.

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So lassen sich Risiken beim Handel vermeiden – CFD Nachschusspflicht im Blick haben

Neben dem Hinweis, bei der Auswahl des Brokers genau auf die Vorgaben zu achten, gibt es auch noch weitere Tipps, mit denen ein Verlust verringert werden kann in Bezug auf den CFD-Handel:

Garantierte Stopp-Loss-Order

Auch wenn einige Trader bei diesem Punkt abwinken, da ein Stopp-Loss-Order mit Kosten verbunden ist, kann sich dieser durchaus lohnen. Wichtig: Es muss sich um einen garantierten Stopp-Loss-Order handeln. Das bedeutet, bei extremen Kurssprüngen, die über das Wochenende oder auch über Nacht eintreten können, liegt das Risiko beim Anbieter und nicht beim Trader. Wenn ein Trader diese Art der Order nutzt, um seine Positionen zu setzen, dann kann es zwar sein, dass sich mögliche Gewinne verringern. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass hohe Verlust ausgeschlossen werden.

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Hinweis: Nicht bei allen Positionen wird durch den Broker ein Stopp-Loss-Order angeboten. Gerade bei Positionen, die mit einem hohen Risiko verbunden sind, wird ein Broker hiervon Abstand nehmen. Daher sollten sich Trader immer vorher erkundigen, inwieweit dies angeboten wird.

Das eigene Risiko im Blick haben

Was so einfach klingt und eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist es oft jedoch nicht. Viele Trader verlieren ihr Risiko aus den Augen. Der Grund dafür kann sein, dass zu viele Positionen offen sind oder man sich vielleicht im Bereich des CFD Handels doch nicht so gut auskennt wie gedacht. Die Risiken für eine CFD Nachschusspflicht lassen sich jedoch verringern, wenn man sein eigenes Risiko nicht aus den Augen verliert. Eine Möglichkeit ist es, ein Demokonto vor dem eigentlichen Handel zu nutzen. Viele Broker bieten heute Demokonten an, mit denen der Handel erst einmal getestet werden kann. Auch die Risikomanagement-Tools sollten hier zur Verfügung stehen. So bekommt der Broker ein Gefühl dafür, wie er sein Risiko im Blick behalten kann. Neben dem Stopp-Loss-Limit gibt es auch noch die Trailing Stops. Diese beziehen sich auf das Verkaufslimit. Dieses steigt, wenn auch der Kurs steigt. Wird jedoch eine vorher festgelegte Marke unterschritten, dann wird der Verkauf direkt ausgelöst. Auch hier sind zwar Verluste möglich, diese lassen sich jedoch in Grenzen halten.

Handel ohne Nachschusspflicht

Es gibt einige Anbieter, die den CFD Handel auch ohne die Nachschusspflicht anbieten. Das sind jedoch noch die Wenigsten Broker am Markt. Das heißt, wer auf der Suche nach einer Handelsmöglichkeit ohne die Nachschusspflicht ist, der hat nur eine eingeschränkte Auswahl an Anbietern. Hier muss man als Trader wissen, ob es einem wichtig ist, die volle Auswahl zu haben oder das Risiko ganz besonders gering zu halten. Natürlich kann es bei einem Broker ohne Nachschusspflicht auch durchaus sein, dass längst nicht alle Positionen in Anspruch genommen werden können. Für Trader, die sich mit dem CFD Handel jedoch erst einmal beschäftigen möchten, ist dies sicher eine gute Sache, um Verluste gering zu halten.
Die Möglichkeiten, die eigenen Verluste gering zu halten und die Risiken zu minimieren, sind zwar begrenzt aber durchaus wirkungsvoll. Risikomanagement-Tools sind hier eine ideale Lösung, um eine hohe CFD Nachschusspflicht zu umgehen. Generell sollte das eigene Risiko immer im Blick behalten werden, um es möglichst gering zu halten.

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Fazit: Die CFD Nachschusspflicht kann hohe Verluste fordern

Beim Handel mit CFDs kommt es auf ein feines Näschen ebenso an wie auf ausreichend Zeit, denn nur wer seine Positionen immer im Blick behält, der kann eine hohe Nachschusspflicht umgehen. Tatsächlich ist es so, dass die Nachschusspflicht zu hohen Verlusten über den investierten Betrag hinaus führen kann. Die Höhe der Margin ist bei den Brokern unterschiedlich. Daher sollten sich Trader vor der Kontoeröffnung ausreichend Zeit nehmen und diese Höhe vergleichen. Nur so lässt sich das beste Angebot finden und der Verlust gering halten. Wichtig: Je höher der Hebel desto höher auch die möglichen Verluste, das sollten Trader immer im Kopf behalten.

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