Depotgebühren Vergleich 2020 Ordergebühren vergleichen

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Contents

Depotgebühren Vergleich 2020: Online Depotgebühren vergleichen & Depot ohne Ordergebühren finden

Privatanleger könnten Hunderte Euro im Jahr sparen, wenn sie vor der Wahl eines Online Broker einen Depotgebühren Vergleich bzw. Ordergebühren Vergleich durchführen würden. Im Depot Kosten Vergleich können auch bei den Online Depotgebühren die Unterschiede entsprechend hoch sein. Jeder ist deswegen gut beraten, sich im Depotkosten Vergleich für ein Online Depot bei unterschiedlichen Anbietern auseinanderzusetzen.

Zu diesem Zwecke bieten wir einen umfangreichen und unabhängigen Vergleich der Depotgebühren der wichtigsten Broker für den deutschen Markt. Auf diese Weise erhalten Sie einen Überblick darüber, wie teuer ein Depot überhaupt sein sollte, welche Angebot eher überdurchschnittlich sind und welcher der günstigste Broker ist.

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Online Depotgebühren sparen oder das Depot der Hausbank nutzen?

Noch immer herrschen bei den Depotanbietern zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle vor: Zum einen gibt es das Depot der Hausbank, zum anderen Online Broker, die keine Niederlassungen vor Ort haben. Diese Anbieter sind durch das Internet deutlich zahlreicher geworden und haben einen Preiskampf eröffnet, der die Depotkosten fast aller Anbieter deutlich verringert hat. Direktbroker können Online die gleiche Leistung erbringen, diese aber aufgrund der fehlenden Filialen deutlich kostengünstiger anbieten. Dadurch, dass sie Mitarbeiterkosten, Mieten, Strom und andere Fixkosten deutlich geringer halten, sind die Depotgebühren im Vergleich deutlich geringer als bei Hausbanken. Preislich sind sie dementsprechend deutlich attraktiver als viele der gewohnten Depot-Angebote von Großbanken.

Im Gegenzug bieten Hausbanken natürlich auch wichtige Vorteile. Die Bargeldversorgung und Beratung vor Ort wollen viele Kunden nicht missen. Für viele Anleger ist die Bankberatung immer noch die erste Wahl, wenn es um ihr Erspartes geht. Nicht immer lohnt sich dies. Tests der Bankberater führen nicht immer zu dem Ergebnis, dass jedes der Geldinstitute hochwertige Beratung anbieten kann, die jederzeit den Nutzen für den Kunden im Auge behält. Deswegen entscheiden sich immer mehr Anleger für die eigenständige Geldanlage oder ziehen unabhängig Honorarberater vor. Inzwischen ist es für die meisten Anleger auch völlig normal, einen Online Broker zu wählen, den sie nicht vor Ort besuchen können.

Viele ältere Bankkunden ziehen hingegen ihre Hausbank deswegen vor, weil sie hier auch Orders persönlich oder über das Telefon aufgeben können. Auch wenn die Bedienmasken und Handelsplattformen der Online Broker immer einfacher zu bedienen und übersichtlicher werden, gibt es immer noch Menschen, die die Orderaufgabe über das Telefon komfortabler finden. Für diese ist ein Depot bei der Hausbank natürlich oftmals die einzige Lösung, obwohl so die günstigeren Online Depotgebühren nicht genutzt werden können.

Durch das Internet ist die Geldanlage für Privatkunden deutlich günstiger geworden. Viele Hausbanken halten allerdings nach wie vor an ihrer Gebührenstruktur fest und erlauben auch die Orderaufgabe vor Ort oder Telefon.

Viele Broker ohne Depotgebühren; aber kein Depot ohne Ordergebühren

Aufgrund des großen Preisdrucks durch die Online Broker sind die Depotgebühren von den meisten Brokern schrittweise verringert worden. Inzwischen gibt es nur noch wenige Anbieter, die überhaupt Online Depotgebühren verlangen. Ein Großteil der Broker bietet das Depot hingegen kostenfrei an und lockt Neukunden und Wechsler zudem mit Prämien. Zudem gibt es auf dem Markt auch immer mehr Discount-Broker, die durch besonders günstige Preise für Aufsehen sorgen. Das heißt natürlich nicht, dass es sich dann um ein Depot ohne Ordergebühren handelt. Für die einzelnen Transaktionen fallen dennoch Kosten an. In einem Depot Kosten Vergleich werden dabei sämtliche Kosten mit berücksichtigt. Es ist natürlich auch möglich, einen separaten Ordergebühren Vergleich durchzuführen.

Möglich ist dies natürlich auch durch die vollständige Veränderung des Depots zu einem reinen Online-Service. Anleger geben ihre Orders selbst ein und erhalten sämtliche notwendige Dokumente in ihre Online-Post-Box. Auf diese Weise ist die Verwaltung der Kundendepots für die Broker ebenfalls kostengünstiger geworden und viele geben die Ersparnis an ihre Kunden wieder.

Auch viele Hausbanken bieten Depots ohne Depotführungsgebühren an, allerdings sind diese häufiger an bestimmte Bedingungen geknüpft. So fordern diese beispielsweise ein Depot mit einem Mindestvolumen oder eine bestimmte Anzahl an Order im Quartal, um auf die Depotgebühren zu verzichten. Auch junge Anleger wie Auszubildende oder Studenten können Depots häufig kostenfrei nutzen.

Wer einen Online Broker ohne Depotführungsentgelt sucht und nur ein geringes Kapital besitzt und wenig handelt, wird dementsprechend bei den reinen Online Brokern oder Discount Brokern deutlich eher fündig als bei den bekannten Angeboten der Großbanken, die auch Filialen betreiben. Doch auch diese lassen sich für viele Anleger kostenfrei nutzen. Allerdings sollten Anleger, die für die Ermäßigung infrage kommen, immer genügend „Puffer“ einplanen, sodass sie die Bedingungen für die Gebührenbefreiung beim Depot in jedem Fall erfüllen. Darüber hinaus müssen Anleger allerdings auch einen Blick auf die weiteren Gebühren legen. Häufig sind die Broker, die noch Depotführungsgebühren erheben auch in anderen Bereichen nicht die günstigsten Anbieter.

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Die Online Depotgebühren entfallen bei sehr vielen Brokern. Es gibt jedoch immer noch einige Anbieter, die nur unter bestimmten Bedingungen auf das Depotführungsentgelt verzichten möchten. Häufig handelt es sich bei diesen Anbietern auch um die Broker mit vergleichsweise hohen Orderkosten.

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Gebühren für außergewöhnlichere Serviceleistungen fallen oft trotzdem an

Nur weil Depotgebühren entfallen, bedeutet dies nicht, dass Anleger ihr Depot immer völlig kostenfrei nutzen können. Ein Depostkosten Vergleich macht also in jedem Fall Sinn. Üblicherweise ist in solchen Angeboten allerdings kein Fallstrick versteckt, es kann jedoch durchaus der Fall sein, dass manche etwas außergewöhnlichere Servicedienstleistungen mit Zusatzgebühren verbunden sind. Im Rahmen der Depotnutzung gibt es schließlich viele Serviceleistungen, die nicht unbedingt für die Führung des Depots notwendig sind und gerade diese Services lassen sich Banken auch gerne recht gut vergüten.

Üblicherweise sind die Hauptservices, die unbedingt notwendig sind, um das Wertpapierdepot zu nutzen, jedoch bei jedem Broker kostenfrei. Hierunter fallen:

  • Wertpapierübertrag
  • Depotauflösung
  • Überweisungen vom Verrechnungskonto auf das Referenzkonto
  • Jahressteuerbescheinigung

Darüber hinaus gibt es allerdings noch andere Dienstleistungen, die bei manchen günstigen Online Brokern kostenfrei sind, bei teureren Anbietern hingegen eine zusätzliche Gebühr verursachen können. Dies sind beispielsweise

  • Limitsetzung, Orderänderung, Orderstreichung
  • Vormerkung einer Zeichnung
  • Einrichten, Ändern, Löschen, Aussetzen des Sparplans
  • Ausführung eines Auszahlplans
  • Kontoführung Währungskonto
  • Versand der Jahressteuerbescheinigung per Post

Hier können zusätzliche Kosten lauern, die für durchschnittliche Anleger vor allem dann relevant sind, wenn sie regelmäßig anfallen, also im Zusammenhang mit Aktien-Order oder Sparplänen notwendig sind. Interessenten sollten also in jedem Fall beachten, dass Mehrkosten auftreten können, die das Angebot deutlich verteuern können.

Die meisten Broker decken mit ihren Gebühren die üblichen Servicedienstleistungen eines Online Brokers ebenfalls ab und erheben nur bei außergewöhnlichen Dienstleistungen zusätzliche Gebühren. Anleger sollten allerdings darauf achten, dass Order- und Sparplanänderungen kostenfrei sind, um hohe Zusatzkosten zu verhindern.

Ordergebühren bestimmen darüber, welches das günstigste Depot ist

Egal ob ein Anleger Sparplan oder Direktkauf von Aktien, Fonds oder anderen Wertpapieren nutzen möchte: Der wichtigste Kostenfaktor im Depotgebühren Vergleich sind immer die Orderkosten. Sie entscheiden darüber, wie teuer ein Depot letztlich ist. Eine Depotführungsgebühr ist im Gegensatz dazu häufig deutlich weniger wichtig. Derzeit erhebt kaum ein Anbieter überhaupt ein Depotführungsentgelt oder setzt dieses höher als 10 Euro jährlich an. Diesen Betrag müssen Kunden allerdings schon bei günstigen Brokern für eine Order einkalkulieren. Das heißt also, dass es im Grunde genommen kein Depot ohne Ordergebühren gibt. Irgendwie muss der Broker ja auch Geld verdienen. Dementsprechend werden die Online Depotgebühren umso unwichtiger, je häufiger und je mehr ein Anleger handelt. Natürlich gilt dies auch in Bezug auf Sparpläne und die Orderkosten. Über einen Ordergebühren Vergleich erhalten Nutzer einen Überblick über die anfallenden Transaktionskosten.

Üblicherweise nutzen die meisten Broker für die Ordergebühren Mindest- und Maximalsummen, die die Ordergebühren begrenzen. Berechnet wird die Ordergebühr durch eine Mindestsumme, zu der zusätzlich noch ein oft recht geringer Prozentsatz des Ordervolumens erhoben wird. Trader mit hohem Handelsvolumen zahlen also mehr Ordergebühren, allerdings werden die Orders im Verhältnis gesehen oft günstiger. Eine weitere Möglichkeit bürgert sich jedoch immer mehr ein: die Flatfee. Sie wurde als günstige Alternative von den Discount-Brokern etabliert und ist unter Anlegern natürlich sehr beliebt. Sie garantiert nicht nur eine hohe Planbarkeit, sondern ist darüber hinaus auch deutlich günstiger als die Ordergebühren der etablierten Banken. Selbst in ihren Billig-Angeboten ohne den Service einer Filialbank können sie diese Preisstrukturen üblicherweise nicht ansatzweise erreichen.

Auch im Bereich der Sparpläne müssen Ordergebühren beachtet werden. Dies wird umso wichtiger, da sich neben den herkömmlichen Fonds auch Aktien-Sparpläne und ETF-Sparpläne als Alternative etabliert haben, bei denen die Ordergebühren nicht den üblichen Ausgabenaufschlag betragen. Stattdessen erheben die Broker hier teilweise sehr unterschiedliche Gebühren, die von einem Verzicht auf Orderkosten bis zu einem Fixbetrag verschiedene Formen und natürlich auch Höhen annehmen können. Ein Depotgebühren-Vergleich muss für Anleger dementsprechend nach unterschiedlichen Gesichtspunkten durchgeführt werden. Flatfees lohnen sich oft für alle Anleger, da sie häufig unter den Mindestorderkosten anderer Anbieter liegen.

Depotführungsgebühren sind hingegen vor allem für langfristig investierte Anleger relevant, die nur wenig handeln und dementsprechend kaum Transaktionskosten tragen müssen. Hier können Anleger viel Geld sparen, wenn der Broker auf das Depotführungsentgelt verzichtet.

Der wichtigste Posten bei den Online Depotgebühren sind auch heute noch die Transaktionskosten. Anleger müssen diese Depotkosten Vergleich besonders beachten, wenn sie auf der Suche nach einem günstigen Online Broker sind.

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Mit Depotwechselprämie Depotgebühren sparen?

Viele Broker werben im Depot Kosten Vergleich um Neukunden mit Depotwechselprämien. Diese können unterschiedliche Formen annehmen und dabei natürlich auch Gebühren sparen. Allerdings sind sie häufig auch an Bedingungen geknüpft. Üblich ist, dass der Kunde sein Depot in mindestens mittlerer vierstelliger Höhe übertragen und zudem das alte Depot kündigen muss.

Kunden, die diese Anforderungen erfüllen, können auf unterschiedliche Weisen profitieren. Die Broker belohnen sie durch Geldprämien, Nachlässe bei den Ordergebühren, Tagesgeldzinsen weit über dem Durchschnitt und teilweise auch durch technische Geräte wie iPhones oder iPads. Je nach Angebot lassen sich die Depotgebühren durch solche Angebote natürlich im Vergleich zum eigentlichen Angebot des Brokers senken. Nicht immer sind solche Aktionen jedoch in einem Ordergebühren Vergleich berücksichtigt.

Es ist also möglich, zumindest kurzfristig Depotgebühren zu sparen oder von anderen Prämien zu profitieren. Kunden sollten allerdings die Gebühren außerhalb der Aktionszeiträume betrachten. Häufig sind es gerade nicht die günstigsten Broker, die solche Aktionen anbieten. Wer also über den notwendigen Zeitraum Kunde beim Broker bleibt, kann im Vergleich bei den Depotgebühren selbst mit Aktionen nicht sparen. Dies muss allerdings nicht für alle Kunden der Fall sein. In Einzelfällen kann es sich durchaus lohnen, Wechselprämien mitzunehmen, in vielen Fällen ist es jedoch langfristig gesehen sinnvoller, sich von vornherein auf den günstigsten Anbieter zu konzentrieren.

Depotwechselprämien können sich lohnen, oft ist es allerdings sinnvoller, die Gebührenstruktur abseits von Aktionen zu bewerten.

Depotgebühren sind nicht alles

Natürlich ist es sehr sinnvoll, einen Depotkosten Vergleich der Depotgebühren durchzuführen. Anleger sollten dabei allerdings nicht ihre sonstigen Anforderungen an den Broker außer Acht lassen. Höhere Gebühren im Depot Kosten Vergleich können schließlich durchaus gerechtfertigt sein, wenn der Anleger dafür einen entsprechenden Gegenwert erhält und auch nutzt.

Ein großer Unterschied besteht beispielsweise in der Auswahl der Handelsplätze. Manche günstige Broker können die Preise nur dadurch durchsetzen, dass sie sich auf wenige Handelsplätze spezialisieren und beispielsweise fast nur den Zugang zu deutschen Börsen bieten. Oder sie können nicht alle wichtigen Wertpapiere anbieten, da sie beispielsweise keine Spezialbörsen anbieten. Hier können Anleger in ihrem Handeln deutlich eingeschränkt werden, was die Ersparnis oftmals nicht wert ist. Auf der anderen Seite können Anleger durch das Angebot unterschiedlicher Börsen oft deutlich bessere Kurse erzielen, die die Depotgebühren egalisieren können.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch der Service des Brokers, den Anleger ebenfalls nicht außer Acht lassen sollten. Im Zweifel muss der Broker sehr gut und schnell erreichbar sein, um unnötige Verluste verhindern zu können. Die Qualität des Service lässt sich im Ordergebühren Vergleich allerdings kaum darstellen.

Außerdem sollten Anleger mit viel Vermögen im Depot Kosten Vergleich immer auch die Einlagensicherung im Blick behalten. Einige der Anbieter sichern Guthaben über 100.000 Euro ab. Allerdings ist von diesen Grenzen ohnehin kein durchschnittlicher Privatanleger betroffen. Wichtiger ist hingegen das Land der Regulierung. Manche Broker auf dem deutschen Markt sichern die Kundeneinlagen in anderen Staaten ab, deren Bonität oft nicht so gut ist wie die Deutschlands. Dementsprechend gehen Kunden hier in vielen Fällen ein etwas erhöhtes Risiko ein, das in der Insolvenz große Konsequenzen haben kann.

Das weitere Angebot kann zudem ein weiteres Argument für oder gegen einen Broker sein. Viele Online Broker sind entweder an Vollbanken angeschlossen oder weiten ihr Angebot auf wichtige weitere Anlageprodukte aus. Viele Anleger legen ihr Geld gerne nur bei einem Anbieter an, um die Übersicht zu behalten. Gerade Discount-Broker bieten hier häufig interessante Alternativen an, die sich ebenfalls durch günstige Preise auszeichnen. Demgegenüber sind die etablierten Großbanken häufig sehr gut aufgestellt und bieten deutlich mehr klassische Finanzprodukte an. Es kann für Anleger entscheidend sein, wie gut das restliche Angebot ist, damit die Geldanlage nicht allein durch die Nutzung vieler unterschiedlicher Anbieter kompliziert wird.

Anleger sollten bei der Wahl ihres Brokers im Depot Kosten Vergleich nicht nur auf die Online Depotgebühren achten, sondern auch prüfen, ob das Gesamtpaket des Anbieters stimmt und zu ihren Bedürfnissen passt.

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Welches ist das günstigste Depot? – Antwort hängt auch vom Anlegertyp ab

Anleger, die einen Depotgebühren Vergleich sehen, können nicht immer davon ausgehen, dass der dort als günstigste Anbieter angepriesenen Broker auch der ist, der für sie am besten geeignet ist. Es gibt so viele unterschiedliche Faktoren, die sich auf die Gesamtkosten auswirken, dass es sinnvoll ist, einen Vergleich der Online Depotgebühren nach eigenen Kriterien durchzuführen. Fakt ist aber, dass es kein Depot ohne Ordergebühren gibt.

Wichtig sind dabei natürlich vor allem zwei Aspekte: zum einen die Häufigkeit der Orders, zum anderen das jeweilige Handelsvolumen. Es kann einen großen Unterschied ausmachen, ob ein Anleger zwanzig Käufe oder Verkäufe für rund 10.000 Euro Handelsvolumen aufgibt, oder ob er fünf Käufe für 1.000 Euro tätigt. Dementsprechend werden bei einem Depotgebühren Vergleich häufig unterschiedliche Anlegertypen klassifiziert und jeweils ein gesonderter Vergleich der Depotkosten durchgeführt. Auf diese Weise können Anleger deutlich aussagekräftigere Daten dazu erhalten, welcher Broker der günstigste ist. Sinnvoll ist es zu diesem Zweck meist, wenn die Kosten für einen Zeitraum von einem Jahr erhoben werden.

Um einen Depotgebühren-Vergleich sinnvoll nutzen zu können, müssen Anleger also die folgenden Merkmale ihres Depots kennen:

  • Durchschnittliches Ordervolumen
  • Anzahl der Order im Jahr
  • Depotvolumen, falls auch Broker mit Depotentgelt infrage kommen

Darüber hinaus kann es allerdings auch noch Spezialfälle geben. Manche Anleger wollen beispielsweise häufiger bei IPOS dabei sein, was unterschiedliche Kosten verursacht und auch nicht von jedem Broker angeboten wird. Andere handeln nicht regelmäßig mit Aktien und wollen langfristig Geld mit Sparplänen anlegen und wieder andere traden kurz- bis mittelfristig vor allem Derivate. Hier unterscheiden sich die Kosten oft noch einmal deutlich und ein Depotgebühren Vergleich müsste im Optimalfall all dies Faktoren berücksichtigen, was jedoch natürlich nicht möglich ist. Anleger, die derart spezielle Anforderungen an einen Broker stellen, können dennoch unseren Vergleich der Depotgebühren nutzen und davon ausgehend weiter recherchieren, um den für sie günstigsten Anbieter zu ermitteln.

Für die meisten Anleger wird ein Vergleich der Online-Depotgebühren allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass Discount-Broker mit ihren geringen Flatfees die günstigsten Anbieter sind. Sie eignen sich für Kleinanleger genauso wie für Vieltrader aufgrund der geringen Kosten. Sie haben allerdings gelegentlich Schwächen in der Auswahl oder auch im Service, die sehr anspruchsvolle Anleger nicht zufriedenstellen.

Anleger müssen bei einem Depotgebühren Vergleich immer auch ihre eigenes Orderverhalten beachten und die Transaktionskosten darauf basierend berechnen. Nur so lässt sich der günstigste Broker finden.

Fazit: Online Depotgebühren – Der Vergleich lohnt sich!

Jeder Anleger sollte einen Depotgebühren-Vergleich durchführen, bevor er sich für einen Online Broker entscheidet. Wichtig sind nicht unbedingt die ohnehin fast überall entfallenden Depotführungsentgelte, sondern vor allem die Transaktionskosten. Nicht immer ist der günstigste Anbieter für jeden Anleger gleichermaßen geeignet, sodass Interessenten die Daten auf ihr eigenes Tradingverhalten abgleichen sollten. Die Discount-Broker sind allerdings für die meisten Anleger die günstigste Wahl.

Depot-Vergleich: die besten Online Broker im Test

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Depot-Vergleich: Die Order- und Depotgebьhren der wichtigsten Banken und Online Broker im Test

Schnell einige hundert Euro im Jahr sparen? Bei ausgewдhlten Banken ist das ohne Weiteres mцglich. Unser Broker-Test deckt erhebliche Unterschiede bei den Orderkosten auf. In den gьnstigsten Depots fallen die Gebьhren beim Aktienkauf kaum ins Gewicht. Ein Beispiel: Fьr den Handel von DAX-Aktien im XETRA-System der Deutschen Bцrse zahlen Sie bei gьnstigen Depotbanken wie finanzen.net-Brokerage* nur eine Orderprovision von 5,00 Euro zzgl. 2,00 Euro Handelsplatz­gebьhr. Unser Depot-Vergleich zeigt: Online Broker wie Comdirect, Consorsbank oder ING berechnen fьr eine 12.000 Euro-Order – je nach Anbieter – knapp 35 Euro Orderprovision pro Trade. Ein erheblicher Unterschied! Dennoch sind sie deutlich gьnstiger als viele Filialbanken.

Ein Broker-Vergleich kann also bares Geld wert sein. Wenn Sie in ein Aktiendepot eines gьnstigen Online Brokers wechseln, kцnnen Sie Jahr fьr Jahr schnell mehrere hundert Euro sparen. Bei Tradern und aktiven Anlegern sind durchaus auch mehr als tausend Euro Ersparnis drin – pro Jahr versteht sich.

Auch bei den Gebьhren fьr die monatliche Ausfьhrung von Sparplдnen oder fьr den Kauf von Fonds gibt es gravierende Unterschiede. In unserem Broker-Vergleich der Depots von Comdirect, Consorsbank, DKB, Flatex, ING, Maxblue, S Broker und Co. ьberzeugen jene, die fast das gesamte Angebot an Investment­fonds mit vollem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag anbieten. Aufpassen sollten auch Anleger, die ein gьnstiges Depot fьr einen Fonds- oder ETF-Sparplan suchen. Denn selbst geringe Gebьhren fьr die monatliche Sparplan­ausfьhrung gehen ьber viele Jahre hinweg mдchtig ins Geld – aufgrund entgangener Wertzuwдchse. Doch auch hier hat unsere Redaktion gьnstige Online Broker fьr Sie identifiziert.

Online Broker-Vergleich: die Ordergebьhren / -provisionen beim Aktienkauf

Das Verbrauchermagazin Finanztest hat zuletzt in Ausgabe 11/2020 die Kosten ermittelt, mit denen Anleger fьr eine Wertpapierorder mit Kurswert 12.000 Euro kalkulieren mьssen. Die nach­stehende Ьbersicht berьcksichtigt diesen Finanztest-Vergleich und verdeutlicht, wie stark sich die Kosten bei den einzelnen Depot-Banken und Onlinebrokern unterscheiden.

*) Das finanzen.net Brokerage-Depot ist ein spezielles Angebot von finanzen.net in Kooperation mit der Comdirect Bank – Infos unter www.finanzen-broker.net.

Finanzen.net empfiehlt, ein Depot bei einem Anbieter mit dauerhaft gьnstigen Konditionen zu erцffnen. In unserem Broker-Test vergleichen wir daher die Gebьhren, die die Banken fьr ihre Dienst­leistungen erheben (Orderprovision). Der Depot-Vergleich berьcksichtigt keine externen Kosten wie Bцrsen- oder Maklergebьhren. Zeitlich begrenzte Aktionsangebote bleiben ebenso unberьcksichtigt wie Rabatte fьr besonders aktive Personen (sog. Heavy-Trader), die mitunter tausende Trades pro Monat durchfьhren.

Online-Broker-Vergleich deckt wichtige Unterschiede bei den Leistungen auf

Fьr Ihren Erfolg beim Bцrsenhandel kommt es nicht nur auf die Kosten an. Legen Sie bei der Wahl Ihres Depots auch ein Augenmerk auf das Leistungs­spektrum! In unserem Depot-Vergleich nehmen wir daher auch wichtige Leistungs­komponenten fьr Sie unter die Lupe.

Kostenlose Depotfьhrung
Manche Bank berechnet Ihnen Gebьhren alleine fьr das Fьhren Ihres Wertpapierdepots. „Schцn, dass Sie unser Kunde sind, macht 35 Euro im Jahr!“ Gerade in jьngster Zeit drehen auch einige Onlinebroker wieder an der Preisschraube. So fьhrte Flatex im Mдrz 2020 eine neue Depotgebьhr von 0,1 % auf den Kurswert verwahrter Wertpapiere ein. Was zunдchst ьberschaubar klingt, lдppert sich aber mit der Zeit. Unserem Depot-Vergleich entnehmen Sie, welche Anbieter die Depotfьhrung kostenlos anbieten.

Einlagensicherung
Wie sind Ihre Einlagen im Falle einer Bankinsolvenz geschьtzt? In der EU und damit auch in Deutschland sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich abgesichert (Gemeinschafts­konten bis 200.000 Euro). Allerdings ist die Einlagen­sicherung Lдndersache, sodass Konten in Lдndern mit guter Bonitдt wie Deutschland gegenьber Lдndern mit schlechter Bonitдt mehr Sicherheit bieten. Viele Banken sind zudem Mitglied im Einlagen­sicherungs­fonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), bei dem Einleger ьber die gesetzlichen Anforderungen hinaus abgesichert sind. Auf der Webseite einlagensicherung.de kцnnen Sie leicht prьfen, in welcher Hцhe deutsche Banken Ihre Einlagen absichern.

Taggleiche Teilausfьhrungen
Sind taggleiche Teilausfьhrungen kostenlos? Beim Handel von Wertpapieren an der Bцrse kommt es immer wieder vor, dass eine Order in mehreren Tranchen ausgefьhrt wird, z. B. wenn das Ordervolumen die an einer Bцrse angebotene Stьckzahl ьbersteigt. Unser Online Broker Vergleich zeigt Ihnen, in welchen Aktiendepots Ihnen nur einmal Gebьhren berechnet werden und welche Anbieter Sie gleich mehrfach (fьr jede Teilausfьhrung) zur Kasse bitten.

Gьnstige Konditionen fьr Sparplдne
Welche Banken bieten gьnstige Konditionen fьr Fonds- und ETF-Sparplдne? Viele Anleger nutzen Sparplдne, um Monat fьr Monat einen festen Betrag zu investieren. Wer per Sparplan Vermцgen aufbauen will, sollte daher einen Blick auf die Gebьhren fьr die monatliche Ausfьhrung von Sparplдnen richten. Unser Depot-Vergleich zeigt, dass mancher Broker 2 % oder mehr der Sparrate berechnet, sodass von 100 Euro monatlich vielleicht nur 98,00 Euro in Ihrem Fonds oder ETF ankommen. In unserem Vergleich werden nur solche Online Broker als gьnstig eingestuft, die eine groЯe Auswahl bieten (mindestens 100 verschiedene Sparplдne) und laut Preis-Leistungsverzeichnis bei einer Sparplanrate von 100 Euro nicht mehr als 1,50 Euro an Gebьhren berechnen.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Auch beim Fondskauf lassen sich Gebьhren sparen – und zwar krдftig. Hдufig fallen Ausgabeaufschlдge (Agio) von etwa 5 Prozent an. Wer beispielsweise eine Order im Wert von 10.000 Euro platzert, hat nach Orderausfьhrung nur Fondsanteile im Wert von 9.500 Euro im Depot. Diese horrenden Kosten kцnnen Sie einsparen, wenn Sie Ihre Order bei einem Online Broker aufgeben, der Ihren Fonds ohne Ausgabeaufschlag anbietet. Unserem Depot-Test entnehmen Sie ganz einfach, bei welchen Banken Sie eine groЯe Zahl an Investmentfonds ohne Agio kaufen kцnnen. Riesig ist hier die Palette des finanzen.net Brokerage-Depots, in dem Sie mehr als 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag erhalten.

Bцrsenplдtze im Inland und Ausland sowie auЯerbцrslicher Handel
An welcher Bцrse handeln Sie Ihre Wertpapiere? Die meisten Privat­anleger ordern ihre Wertpapiere an deutschen Handelsplдtzen, einige handeln auch an den US-Bцrsen NASDAQ, NYSE oder AMEX. Immer stдrkere Bedeutung gewinnt der auЯerbцrsliche Direkthandel, z. B. ьber Tradegate oder Lang & Schwarz. Bei Derivaten (Optionsscheine, Knockouts, Zertifikate etc.) findet der Handel hдufig direkt mit den Emittenten statt, z. B. mit der BNP Paribas, der UBS oder dem Bankhaus Vontobel. In unserem Depot Vergleich prьfen wir, welche Banken den Handel an allen deutschen Bцrsen ermцglichen und wo Sie Ihre Orders auch an US-Bцrsen oder im auЯer­bцrslichen Sekundenhandel platzieren kцnnen.

Auszahlung von Dividenden
Fьr Aktionдre ist die jдhrliche Gewinn­ausschьttung in Form der Dividende, neben dem eventuellen Kursgewinn, eine wichtige Ertrags­komponente. Kaum zu glauben, aber manche Banken und Online Broker verlangen fьr die Einbuchung einer Dividende eine Gebьhr. Prьfen Sie daher, ob in Ihrem Aktiendepot solche Kosten anfallen und ziehen Sie gegebenen­falls einen Wechsel zu einer gьnstigen Depotbank in Erwдgung.

CFD-Handel
Wo kann ich gьnstig CFDs handeln? Diese Frage stellen sich vor allem erfahrene Trader, denn der Handel mit diesen hochspekulativen Finanzprodukten bietet hohe Chancen, aber eben auch besondere Risiken. In unserem Online Broker-Vergleich haben wir alle Anbieter markiert, bei denen Sie zusдtzlich zum normalen Wertpapierhandel auch CFDs handeln kцnnen.

Depot-Vergleich

Diese Banken verwahren günstig Ihre Wertpapiere

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

  • Zum Sparen mit Aktien oder günstigen Indexfonds (ETFs) benötigen Sie ein Wertpapierdepot.
  • Die besten Depots gibt es im Internet: bei Direktbanken und Online-Brokern. Bei der Bank vor Ort wird es dagegen oft teuer.
  • Ein gutes Depot bietet außerdem günstige und passende Sparpläne.
  • Wollen Sie bei einer Bank mit Filiale bleiben, fragen Sie zumindest nach dem Online-Depot. So sparen Sie Gebühren.
  • Günstiger sind Sie bei den großen Direktbanken – DKB, Comdirect oder Consorsbank. Dort bekommen Sie günstige Kombilösungen für Konto, Kreditkarte und Depot.
  • Wer nur ein Depot braucht, zahlt bei der Onvista Bank noch weniger. Das günstigste Depot bietet Trade Republic als App. Das Angebot an ETFs ist aber eingeschränkt.
  • Auch beim neuen Depotanbieter Smartbroker können Sie günstig ETFs handeln. Die Depoteröffnung dauert aber aktuell (Mitte April 2020) vier Wochen.

In diesem Ratgeber

Ein Wertpapierdepot ist nichts anderes als ein Konto, in dem ihre Wertpapiere aufgeführt sind. Jede Geschäftsbank bietet Wertpapierdepots an. Bei Kosten und Service gibt es jedoch große Unterschiede. Der erste wichtige Schritt zu einer gelungenen Geldanlage ist daher ein günstiges Wertpapierdepot.

Welches Depot passt zu Ihnen?

Um das richtige Depot zu finden, überlegen Sie am besten vorab, was Ihnen persönlich wichtig ist. Wollen Sie alles auf einen Blick haben? Wollen Sie möglichst wenig zahlen?

Online-Bank versus Online-Broker

Wenn Sie Girokonto, Kreditkarte und Depot unter einem Dach haben wollen, eignet sich ein Depot bei einer Direktbank. Haben Sie ohenhin schon ein Konto bei einer Direktbank, lässt sich das Depot dazu meist recht schnell freischalten. Das ist praktisch. Das Depot bei der Direktbank kostet aber etwas mehr als die Speziallösung über einen Online-Broker. Bei den von uns empfohlenen Direktbanken ist die Depotführung kostenlos, und die Ordergebühren sind in Ordnung.

Die mit Abstand günstigsten Preise für den Kauf und Verkauf von Aktien und Fonds bekommen Sie allerdings nicht bei einer Direktbank, sondern, wenn Sie Ihr Depot bei einem auf Wertpapierhandel spezialisierten Anbieter eröffnen – einem sogenannten Online-Broker. Dort zahlen Sie immer den gleichen (niedrigen) Betrag, egal, wie viel Geld Sie anlegen. Allerdings können Sie in einem solchen Depot wirklich nur Ihre Wertpapiere verwahren – andere Bankgeschäfte sind nicht möglich.

Online-Depot günstiger als Depot in der Filiale

Nicht jeder Verbraucher möchte zu einer reinen Online-Bank wechseln. Falls Sie Ihre Bankgeschäfte lieber in der Filiale regeln und Ihr Konto bei der ortsansässigen Sparkasse, Volksbank oder einer der großen Geschäftsbanken erstmal behalten wollen, sollten Sie dennoch nicht unter den oft sehr hohen Depotgebühren leiden.

Fragen Sie daher bei Ihrem Bankberater oder am Schalter nach dem günstigsten Depot-Modell. Fast immer bringt der Wechsel zum Online-Banking eine Ersparnis bei den Depotgebühren und den Orderkosten. Jahr für Jahr.

Wie viel ein Filialkunde beim Depot einsparen kann, sehen Sie in der Tabelle. Wir haben verglichen, was es kostet, bei einem günstigen Wertpapierhändler für 5.000 Euro Wertpapiere zu kaufen oder – beispielhaft – bei der Stadtsparkasse München.

Kosten Wertpapierdepot bei Filialbank und Online-Bank

Kosten Stadtsparkasse München Kosten Online-Broker
Ankauf Wertpapier 5.000 € 50 € plus Spesen 4 €
Verwahrung Wertpapiere 36 € pro Jahr 1 entfällt
Kosten bei 10 Jahren Haltedauer 410 € 4 €

1 Entfällt nur, wenn Anleger pro Quartal mindestens einmal Aktien oder Fonds kauft oder verkauft.
Quelle: Stadtsparkasse München, Smartbroker (Stand: 10. Februar 2020)

Melden Sie sich jetzt zum kostenlosen Video-Online-Kurs und erfahren Sie in kurzen Videos alles zum Thema Geldanlage.

Woran erkennen Sie ein gutes Depot?

Ein verbraucherfreundliches Depot sollte möglichst günstig sein. Das heißt, die Bank sollte grundsätzlich auf Gebühren für die Depotführung verzichten. Außerdem sollten Sie nur moderate Gebühren dafür zahlen, wenn Sie eine größere Summe auf einmal in Fonds oder kostengünstige Aktien-Indexfonds (ETFs) anlegen. Das ist wichtig, weil Sie als Anleger jeden zusätzlichen Prozentpunkt Gebühren erst wieder mühsam mit der Wertpapieranlage verdienen müssen.

Doch nicht jeder hat direkt eine größere Summe auf der hohen Kante. Sie sollten daher auch die Möglichkeit haben, in kleinen, monatlichen Raten in ETFs anzusparen. Diese Leistung sollte Sie mit Blick auf die Gebühren nicht überdurchschnittlich belasten.

Außerdem sollte sich die Benutzeroberfläche des Depots an Privatanleger richten. Sie sollte leicht zugänglich sein, so dass Sparer gut zurechtkommen, die hin und wieder Fonds kaufen oder verkaufen oder regelmäßig Raten in den Sparplan stecken wollen. Zahlreiche Online-Trading-Plattformen, die Sparer zum Spekulieren aufrufen, haben wir nicht weiter betrachtet.

Selbst kaufen und verkaufen leichtgemacht

Mit etwas Vorwissen ist es recht leicht, die Benutzeroberfläche eines Online-Depots selbstständig zu bedienen, also zum Beispiel einfache Kauf- und Verkaufsanträge für ETF-Anteile zu stellen oder einen Sparplan einzurichten.

Wie Sie vorgehen können, um ETFs zu kaufen und zu verkaufen, beschreiben wir im Detail im Ratgeber Aktien kaufen. Dort haben wir auch für einige Direktbanken kurze Videos hochgeladen, in denen wir Schritt für Schritt zeigen, wie der ETF-Kauf funktioniert. Worauf Sie sonst noch achten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Geldanlage.

Achten Sie darauf, Wertpapiere und ETFs stets nur zu Öffnungszeiten der Referenzbörse Xetra zu kaufen und zu verkaufen, also wochentags zwischen 9 bis 17.30 Uhr. In dieser Zeit sind andere Handelsplätze an die Referenzkurse gebunden, dürfen also keine schlechteren Preise anbieten.

Welche Depots empfiehlt Finanztip?

Im Februar 2020 haben wir uns elf Wertpapierdepots genauer angeschaut, von denen wir sechs empfehlen können. Wie wir die empfohlenen Anbieter ausgewählt haben, lesen Sie unter So haben wir analysiert.

Das beste Kombinationsangebot: Depot, Girokonto und Kreditkarte

Wenn Sie Ihre Bankgeschäfte am liebsten unter einem Dach erledigen, sind Sie mit Blick aufs Depot bei einer von drei geläufigen Direktbanken richtig: DKB, Comdirect und Consorsbank.

Die DKB hat eine sehr übersichtliche Kostenstruktur. Falls Sie bis zu 10.000 Euro auf einmal anlegen, zahlen Sie pauschal 10 Euro an Gebühren. Wenn Sie mehr als 10.000 Euro anlegen, fallen pauschal 25 Euro an. Falls Sie monatlich in Raten ansparen, zahlen Sie regulär 1,50 Euro, unabhängig von der Höhe der Sparplanrate. Wenn Sie höhere Sparraten wählen, profitieren Sie dann von vergleichsweise geringen Kosten.

Bei den übrigen Banken – Comdirect und Consorsbank – hängt die Ordergebühr von der Höhe der angelegten Summe ab. Alle Banken verlangen einen Grundbetrag von knapp 5 Euro. Die Kosten sind aber bei 59,90 Euro (Comdirect) und 69 Euro (Consorsbank) gedeckelt.

Für 100 Euro monatliche Sparrate beim ETF-Sparplan bezahlen Sie bei DKB, Comdirect und Consorsbank regulär 1,50 Euro. Die Consorsbank bietet auch eine Reihe von ETFs kostenlos im Sparplan an. Sie legt zudem Dividenden von ausschüttenden Fonds im Sparplan wieder an. Bei der Comdirect ist dies nur im Rahmen von befristeten Aktionen möglich, die DKB verlangt auf einige ETFs bis Ende 2020 0,49 Euro pro Ausführung.

  • 10 Euro reguläre Gebühren für Orders bis 10.000 Euro, darüber 25 Euro
  • Sparplan 1,50 Euro, unabhängig von der Sparrate
  • kombinierbar mit Girokonto und Kreditkarte ohne Grundgebühr
  • reguläre Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,90 Euro, maximal 59,90 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate, mehr als 100 kostenlose Sparpläne
  • Depot kostenlos mit kostenlosem Girokonto oder Wertpapier-Sparplan, sonst 1,95 Euro pro Monat nach drei Jahren.
  • kombinierbar mit Girokonto und Kreditkarte ohne Grundgebühr
  • reguläre Gebühren von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,95 Euro, maximal 69 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate, viele kostenlose Sparpläne
  • kombinierbar mit Girokonto und Kreditkarte ohne Grundgebühr

Alle Direktbanken haben regelmäßig Aktionen im Programm, um Neukunden zu gewinnen. Die meisten Aktionen sind jedoch befristet. In unserem Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über gute Angebote.

Eine Tabelle mit allen betrachteten Banken und deren Konditionen finden Sie im Abschnitt „So haben wir analysiert“.

ING-Kunden können unter Umständen bleiben

Bis Januar 2020 gehörte auch die Direktbank ING zu unseren Depot-Empfehlungen. Wir mussten die Empfehlung jedoch aufheben, nachdem die Bank angekündigt hat, ab 1. Mai 2020 Gebühren fürs Girokonto einzuführen. Die Gebühren entfallen, wenn Sie das ING Girokonto als Gehaltskonto nutzen und monatlich mindestens 700 Euro eingehen.

Ist dieser Geldeingang bei Ihnen sichergestellt, können Sie überlegen, auch das Depot bei der ING zu lassen. Ansonsten lohnt vielleicht ein Wechsel zur DKB, Comdirect oder Consorsbank.

Wo kaufen Sie ETFs am günstigsten?

Deutlich günstigster können Sie ETFs kaufen, wenn Sie Ihr Depot nicht bei einer Bank führen, sondern bei einem auf den Wertpapierhandel spezialisierten Anbieter (Broker). Egal, wie viel Geld Sie anlegen möchten, Sie zahlen einen festgelegten Preis.

Finanztip empfiehlt neu den Depotanbieter Smartbroker. Für vier Euro können Sie dort im einfachen Direkthandel ETFs kaufen und verkaufen. Sparpläne sind ab 25 Euro möglich und kosten bis zu Raten von 400 Euro 0,80 Euro pro Ausführung.

Etwas teurer ist die alte und neue Empfehlung Onvista Bank. Dort kosten ETF-Käufe und Verkäufe sieben Euro inklusive aller Gebühren. Sparpläne sind ab 50 Euro möglich und kosten pro Ausführung dauerhaft einen Euro.

Während Smartbroker ein neuer Anbieter am Markt ist – dahinter steht das Finanzportal Wallstreet Online – ist die Onvista Bank eine etablierte Finanztip-Empfehlung. Bei beiden können Sie zahlreiche ETF-Marken an vielen verschiedenen Handelsplätzen kaufen und verkaufen.

  • niedrige Gebühren: eine Order kostet häufig pauschal 4 Euro
  • 0,80 Euro Gebühr für Sparplanraten bis 400 Euro
  • knapp 300 Sparpläne befristet kostenlos
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der DAB BNP Paribas
  • Depoteröffnung dauert derzeit vier Wochen
  • niedrige Gebühren: eine Order im Direkthandel kostet 7 Euro
  • 1 Euro Fixgebühr für Sparplanraten
  • mehr als 150 Sparpläne
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Onvista Bank

Niedrigpreise, aber eingeschränkte Möglichkeiten: Trade Republic

Wer auf der Suche nach extrem günstigen Konditionen ist, kann sich Trade Republic genauer anschauen. Bei dem jungen Berliner Unternehmen kosten Kauf und Verkauf von ETFs pauschal einen Euro, Sparpläne sind ab 25 Euro möglich und dauerhaft kostenlos. Dieses Angebot ist zum Testzeitpunkt (Februar 2020) in der Form konkurrenzlos.

Dafür gibt es ein paar Einschränkungen beim Depot, die interessierte Nutzer kennen sollten: Denn im Februar 2020 lassen sich von den Finanztip-Empfehlungen nur ETFs der Marke iShares kaufen und verkaufen oder aufs Depot übertragen. Die Geschäfte wickeln Nutzer ausschließlich über eine App ab, die zu einzelnen ETFs vergleichsweise wenig Information liefert.

  • extrem niedrige Gebühren: Kauf und Verkauf von ETFs für 1 Euro.
  • derzeit kostenlose ETF-Sparpläne
  • derzeit ETFs der Markte iShares handelbar
  • Depot bei Trade Republic, Verrechnungskonto bei der Solaris Bank, Verwahrung der ETF-Anteile bei der HSBC

Eine Tabelle mit allen betrachteten Brokern und deren Konditionen finden Sie im Abschnitt „So haben wir analysiert“.

Geduld bei der Depoteröffnung

Seit März 2020 erhebt der Broker Flatex Gebühren auf Kundengelder, die in Wertpapieren stecken. Viele Kunden wechselten. Gleichzeitig waren günstige Depots auch im Zuge der Corona-Krise nachgefragt. Daher kann es passieren, dass die Depoteröffnung derzeit (Stand: Ende März 2020) etwas länger dauert als sonst.

Bei der neuen Finanztip-Empfehlung Smartbroker warten Sie etwa vier Wochen, bis alles über die Bühne ist. Auch gibt es Verzögerungen bei der Eröffnung des Gemeinschaftsdepots. Bei der Onvista Bank dauert die Depoteröffnung mindestens eine Woche, womöglich auch länger. Das Unternehmen wollte keine näheren Angaben machen. Bei Trade Redpublic warten Neukunden, die per App ein Depot eröffnen wollen, nach Angaben des Unternehmens durchschnittlich 30 Minuten.

Flatex-Kunden sollten wechseln

Die langjährige Broker-Empfehlung Flatex können wir ab Januar 2020 nicht länger aussprechen, da dort ab 1. März 2020 eine Depotführungsgebühr von 0,1 Prozent auf das Depotvolumen anfällt. Diese Dauergebühr ist gerade für langfristig ausgerichtete Anleger ungünstig.

Wir raten Flatex-Kunden zu den Depotempfehlungen, die einen ähnlichen Service bieten, also Smartbroker oder die Onvista Bank. Ein Wechsel zu Trade Republic könnte eine Möglichkeit für Sparer sein, die lediglich iShares-ETFs im Depot haben. Andere ETF-Marken zum App-Broker zu übertragen, ist derzeit nicht möglich.

Wer sein Flatex-Depot überträgt und dort einen Sparplan geführt hat, sollte generell beachten: Gebrochene Anteile, wie sie im Sparplan vorkommen, kann Flatex nicht übertragen. Sparer müssen diese Bruchstücke entweder für knapp 7 Euro verkaufen oder – wenn die Anteile weniger wert sind – wertlos ausbuchen lassen. Erst dann können sie das Depot schließen.

Was sollten Sie zu den Brokern wissen?

Die günstigen Online-Broker sind Ihnen womöglich bisher nicht geläufig. Daher haben wir im Folgenden einige Informationen zu den Anbietern zusammengestellt.

Smartbroker: Neu am Markt

Ende 2020 ist Smartbroker als neuer Anbieter angetreten. Dahinter steht das Finanzdatenportal Wallstreet Online. Der Broker bietet ein umfassendes Angebot: Kunden können zahlreiche ETF-Marken und andere Wertpapiere an vielen Handelsplätzen kaufen und verkaufen. Die Orderkosten liegen etwas günstiger als bei der Onvista Bank, die ein vergleichbares Angebot stellt.

Auch bei anderen Services ist Smartbroker gut aufgestellt: Gemeinschaftsdepots und Kinderdepots – derzeit noch auf schriftlichen Antrag hin – sind möglich. Sie können auch als Bürger eines anderen EU-Staats ein Depot eröffnen.

Smartbroker ist keine eigene Bank, sondern funkgiert als Mittler. Das Verrechnungskonto sowie die Verwahrung Ihrer Fondsanteile liegen bei der Großbank DAB, die mittlerweile eine Marke der französischen BNP Paribas ist.

Smartbroker berechnet eine Gebühr von 0,5 Prozent pro Jahr auf Geld, das Sie auf dem Verrechnungskonto liegen haben. Die Gebühr wird aber erst dann erhoben, wenn Ihr geparktes Cash mehr als 15 Prozent des Gesamtdepotwerts ausmacht. Wir raten davon ab, größere Summen auf dem Verrechnungskonto liegen zu lassen.

Onvista Bank: Tochter der Comdirect

Die Onvista Bank gibt es bereits seit 2009. Seit 2020 gehört sie zur Comdirect, wobei sie ihren eigenen Namen behalten hat und außerdem eigene Konditionen vorgibt. Bei der Depoteröffnung gab es, wie uns Leser berichteten, in der Vergangenheit immer wieder einmal Verzögerungen. Nach Angaben der Bank sollen Kunden das Depot mittlerweile aber nach spätestens einer Woche nutzen können, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen.

Bei der Onvista Bank können Sie Sparpläne nicht wie bei anderen Anbietern einfach anpassen, zum Beispiel die Höhe der Rate ändern. Sie müssen stattdessen den Sparplan löschen und einen neuen Sparplan anlegen. Klingt umständlich, ist aber kein großes Problem. Zumal das alles kostenlos passiert. Für Sie bedeutet das nur ein paar Klicks mehr. Sparer, die Bürger anderer EU-Staaten und dort noch steuerpflichtig sind, können bei der Onvista Bank kein Depot eröffnen.

Wenn Sie Wertpapiere kaufen oder verkaufen, fragt die Onvista Bank keine TANs ab. Stattdessen müssen Sie ein bestimmtes Girokonto als Verrechnungskonto angeben – nur von diesem kann das Geld für Käufe abgebucht und der Erlös aus Verkäufen gutgeschrieben werden. Dieses Konto lässt sich nur offline – also per schriftlichem Antrag – ändern. Wir halten dieses Depot daher für ebenso sicher wie solche von anderen Anbietern.

Seit dem 1. Januar 2020 erhebt die Onvista Bank eine Gebühr von 0,5 Prozent pro Jahr, wenn Sie mehr als 250.000 Euro auf dem Verrechnungskonto parken. Wir raten davon ab, derart hohe Cash-Bestände vorzuhalten.

Trade Republic: Niedrigpreise, weniger Service

Hinter Trade Republic steckt ein Berliner Fintech, am Markt seit Mitte 2020. Das Unternehmen hat extrem niedrige Preise bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Trade Republic bietet alle Orders zu einem Preis von einem Euro an. Vorbild für dieses Preismodell ist der US-amerikanische Broker Robinhood.

Alle Orders pauschal für nur einen Euro – ein solches Geschäftsmodell kann tragen, indem man den Service auf das Wesentliche einschränkt. Das Fintech-Unternehmen arbeitet daher mit einer reinen App-Lösung. Es kooperiert außerdem ausschließlich mit dem ETF-Anbieter iShares und bietet als einzigen Handelsplatz die Lang & Schwarz Exchange Börse an.

Die Lang & Schwarz Exchange ist eine sogenannte Market-Maker-Börse. Der Broker bekommt Geld dafür, wenn er bei dieser Börse Wertpapierkäufe oder -verkäufe platziert. Platziert bedeutet, ein Mittler (Market Maker) nimmt die Aufträge an und setzt sie für den Broker um. In anderen Worten: Der Broker verdient Geld damit, Orders an die Lang & Schwarz Exchange zu geben.

Börse bleibt allerdings Börse. Das heißt, alle Geschäfte sind reguliert. Insbesondere muss der Handelsplatz sicherstellen, dass stets mindestens so gute Kauf- und Verkaufspreise für Wertpapiere gelten wie an einer anerkannten Referenzbörse – in dem Falle die elektronische Handelsplattform Xetra in Frankfurt. Wer während der Xetra-Öffnungszeiten (wochentags zwischen 9 und 17.30 Uhr) einen zu teuren Preis bekommt, kann sich an das Aufsichtsboard der Börse wenden.

Die wichtigsten Services der Broker im Überblick

Smartbroker Onvista Bank Trade Republic
Handelsplätze zahlreiche deutsche Börsenplätze und Direkthändler zahlreiche deutsche Börsenplätze und Direkthändler Lang & Schwarz Exchange
handelbare Wertpapiere Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine Aktien, CFD, Zertifikate, Fonds, ETFs, Optionen, Aktienanleihen Aktien, ETFs, Optionsscheine, Knock-Outs, Faktorzertifikate
ETF-Marken für den Sparplan Amundi, Comstage, Xtrackers, iShares usw. Comstage, iShares, Vanguard, Wisdomtree u.a. iShares
Verrechnungskonto und Verwahrung von ETF-Anteilen DAB BNP Paribas Onvista Bank Solaris Bank,
HSBC
Art der Depoteröffnung PostIdent-Verfahren: VideoIdent oder FilialIdent Video-Legitimation und Post-Ident Video-Legitimation
Dauer der Depoteröffnung bis zu 4 Wochen 1 7 Tage wenige Minuten
Desktop oder App? Webtrading Webtrading App
Depot für EU-Bürger? ja Deutschland und Österreich ja
Sparplan online abänderbar? ja nein ja
Kinderdepot? ja nein nein
Gemeinschaftsdepot? ja 2 ja nein
Depotübertrag? ohne Einschränkungen ohne Einschränkungen iShares-ETFs
und beim Anbieter gelistete Wertpapiere
Verkauf gebrochener Fondsanteile online telefonisch in der App

1 Die Depoteröffnung dauert im Zuge der Corona-Krise (Mitte April 2020) länger als sonst. Normalerweise eröffnen Sie ein Depot innerhalb von 7 Werktagen.
2 Die Eröffnung eines Gemeinschaftsdepots ist derzeit (Mitte April 2020) nicht möglich. Smartbroker arbeitet nach eigenen Angaben an dem Problem.
Quelle: Anbieter, Finanztip-Recherche (Stand: Februar 2020)

Wie eröffnen Sie ein Depot?

Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, müssen Sie das Depot eröffnen. Führen Sie bereits ein Girokonto bei einer Direktbank und wollen zusätzlich das Depot freischalten lassen, müssen Sie in der Regel nicht erneut Ihre Identität nachweisen. Als Neukunde kommen Sie allerdings um ein paar Angaben nicht herum.

Die Depotbank bittet Sie um persönliche Angaben, neben Anschrift und Kontoverbindung auch zum Gehalt. Die seit 2020 geltende EU-Richtlinie Mifid-II verlangt außerdem, dass jeder Neukunde seine bisherigen Erfahrungen mit Wertpapieren auf einer Skala abträgt. Sollten Sie später einmal Wertpapiere kaufen, die Ihren hinterlegten Kenntnisstand übersteigen, würde die Direktbank eine Warnung aussprechen.

Am Ende ist noch ein Identitätsnachweis nötig. Die meisten Banken bedienen sich nach wie vor des Postident-Verfahrens. Sie bekommen einen Antrag zur Depoteröffnung, mit dem Sie zu einem Postschalter gehen und wo Sie sich ausweisen müssen. Der Depotanbieter prüft die Unterlagen und schaltet erst dann das Depot frei. Bis Sie Ihr Depot nutzen können, kann es zwei Wochen oder länger dauern.

Geduld bei der Depoteröffnung

Seit März 2020 erhebt der Broker Flatex Gebühren auf Kundengelder, die in Wertpapieren stecken. Viele Kunden wechselten. Gleichzeitig waren günstige Depots auch im Zuge der Corona-Krise nachgefragt. Daher kann es passieren, dass die Depoteröffnung derzeit (Stand: Ende März 2020) etwas länger dauert als sonst.

Bei der neuen Finanztip-Empfehlung Smartbroker warten Sie etwa vier Wochen, bis alles über die Bühne ist. Bei der Onvista Bank dauert die Depoteröffnung mindestens eine Woche, womöglich auch länger. Das Unternehmen wollte keine näheren Angaben machen. Bei Trade Redpublic warten Neukunden, die per App ein Depot eröffnen wollen, nach Angaben des Unternehmens durchschnittlich 30 Minuten.

Wie wechseln Sie Ihr Depot?

Wenn Sie Ihren Depotanbieter wechseln wollen, geht dies relativ leicht von der Hand. Eröffnen Sie dazu zunächst ein neues Depot bei einer anderen Bank oder einem anderen Broker. Die meisten Banken bieten einen Umzugsservice (Depotwechselservice) an. Dazu füllen Sie ein Formular aus, das die neue Bank ermächtigt, die Wertpapiere Ihres alten Depots zu übertragen.

Sie können auch nur einzelne Wertpapiere oder Fonds für einen Übertrag auswählen. Wenn gewünscht, können Sie auch das alte Depot schließen lassen. Der Depotwechsel muss kostenlos erfolgen. Das hat der Bundesgerichtshof bestätigt (Urteil vom 30. November 2004, Az. XI ZR 200/03). Der Wechsel sollte nach etwa zwei Wochen vollzogen sein.

Bei immer mehr Banken lässt sich der Depotwechsel auch komplett online bewerkstelligen. Dazu geben Sie bei Ihrer neuen Bank den Namen Ihrer vorigen Bank und Ihre Depotnummer in ein Online-Formular ein. Wollen Sie einzelne Wertpapiere übertragen, müssen Sie die Identifikationsnummer ISIN bereithalten – oder sich über die neue Bank ins alte Depot einloggen und einzelne Wertpapiere auswählen.

Den endgültigen Antrag können Sie dann mit Hilfe der Maus am PC oder mit dem Finger auf dem Touchscreen Ihres Smartphones oder Tablets unterschreiben.

So haben wir analysiert

Vergleich Online-Depots 2020

Bei all unseren Empfehlungen ist die Depotführung bedingungslos kostenfrei. Als Sparer können Sie zu moderaten Gebühren von uns empfohlene ETFs kaufen und verkaufen; und auch die Kosten für einen ETF-Sparplan liegen im Rahmen.

Bei den Orderkosten haben wir speziell darauf geschaut, was ein Kauf und Verkauf von ETFs beim günstigsten Handelsplatz kostet. Befristete Aktionen haben wir nicht berücksichtigt. Oft ist der günstigste Handelsplatz eine spezielle Börse oder ein Direkthändler, der Wertpapiere an- und verkauft. Zusätzliche Börsengebühren fallen hier weg.

Wir haben uns auch den Service verschiedener Anbieter angeschaut, diesen allerdings nicht zu einem verbindlichen Kriterium gemacht. Jeder Sparer hat andere Präferenzen. Im Kapitel „Was sollten Sie noch über die Broker wissen?“ gehen wir aber auf einige Punkte ein, wie sich das Depot (nicht) nutzen lässt.

So sind wir genau vorgegangen

Um auf eine erste Grundgesamtheit zu kommen, haben wir im Januar 2020 auf Google nach den Keywords „Online-Broker“ und „Wertpapierdepot“ gesucht. Jeweils die ersten zehn Google-Ergebnisseiten haben wir berücksichtigt. Um keinen Anbieter zu übersehen, glichen wir das Ergebnis mit dem letzten Test der Stiftung Warentest (11/2020) sowie Veröffentlichungen in der Fachpresse ab. Es verblieben 32 Anbieter.

Aus diesen suchten wir diejenigen heraus, die ein Depot mit kostenloser Depotführung ohne Zusatzbedingungen anbieten, bei denen ETF-Sparpläne möglich sind und bei denen sich auch die Finanztip-Geldanlage-Empfehlungen (Einmalanlage und Sparplan) umsetzen lassen.

Gleichzeitig mussten die Depots für Privatanleger geeignet sein. Depots mit einer Benutzeroberfläche für professionelle Vieltrader (zum Beispiel Lynxbroker, Interactive Brokers (IB), Captrader) ließen wir außen vor.

Von den 32 blieben 12 Depotanbieter übrig:

  • Comdirect
  • Consorsbank
  • DAB-Depot über die AVL Fondsvermittlung
  • DKB
  • Finanzenbroker.net
  • ING
  • Maxblue
  • Onvista Bank
  • Postbank
  • Smartbroker
  • Targobank
  • Trade Republic

Finanzen-broker.net betrachteten wir nicht gesondert, da es sich nur bei den Aktionen von der Onvista Bank unterscheidet. Solche Aktionen bewerten wir allerdings nicht.

Aus den elf verbleibenden Depots haben wir diejenigen herausgefiltert, die Teil eines guten Gesamtpakets sind – bestehend aus Depot, Girokonto und Kreditkarte. Für Girokonto und Kreditkarte sollten jeweils keine Grundgebühren anfallen.

Daneben haben wir diejenigen Depots angeschaut, die gemessen an den Orderkosten absolut am günstigsten sind. Dazu prüften wir die jeweils günstigste Möglichkeit, 5.000 Euro und 15.000 Euro in ETFs zu investieren. In der Regel waren dies Käufe im sogenannten Direkthandel, nicht über die Börse. Anleger zahlen dort häufig nur Ordergebühren; zusätzliche Börsengebühren fallen weg.

Wichtiges Auswahlkriterium für eine Empfehlung war zudem, dass Sparer ETF-Sparpläne zu branchenüblichen Kosten abschließen können. Von einem Sparbeitrag von 100 Euro sollten regulär nicht mehr als 1,5 Prozent an Kosten abgehen.

Die folgenden Tabellen zeigen alle 11 untersuchten Depots und die Empfehlungen für die Kategorien „bestes Kombiangebot“ und „kostengünstig“. Geordnet sind die Depotanbieter jeweils nach den Kosten für eine Anlage in Höhe von 15.000 Euro.

Depot als Teil eines Kombiangebots: Orderkosten in Euro

nicht empfohlen,
weil Unsere
Empfehlungen
DKB 10 25 1,50 Comdirect 17,40 42,40 1,50 Consorsbank 17,45 42,45 1,50 Weitere
Anbieter

12,50 34,90 2,50 Girokonto nur gebührenfrei bei Gehaltseingang von 600 € monatlich, vergleichsweise teurer Sparplan ING 17,40 42,40 1,75 Girokonto nur gebührenfrei bei Gehaltseingang von 700 € monatlich 1 , vergleichsweise teurer Sparplan Postbank 29,95 54,95 0,90 kein kostenloses Girokonto, vergleichsweise hohe Ordergebühren

1 Gültig ab 1. Mai 2020
Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand: 10. Februar 2020)

Günstige Depots ohne Bankdienstleistung: Orderkosten in €

Empfehlung Kommentar Smartbroker 4 4 0 ja günstige Konditionen, aber neu am Markt Onvista Bank 7 7 1 ja etwas teurer, aber etablierter Anbieter DAB über AVL 15 15 2,75 nein vergleichsweise teurer Sparplan Maxblue 15,10 40,10 1,25 nein vergleichsweise hohe Ordergebühren Sonderfall Trade Republic 1 1 0 ja neuer Anbieter mit extrem günstigen Preisen; aktuell nur eine der empfohlenen ETF-Marken handelbar (iShares)

Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand: 7. Februar 2020)

Große Geschäftsbanken wie die Commerzbank tauchen in der Übersicht nicht auf. Deren Direktdepot ist für Kunden nur kostenlos, sofern sie einmal pro Quartal handeln. Andernfalls fallen je nach Depotvolumen hohe Gebühren an. Auch günstige Broker wie etwa Degiro, der seit 2020 zum Broker Flatex gehört – schafften es nicht in unseren Vergleich, da dort keine ETF-Sparpläne angeboten werden.

In der Untersuchung verblieben sind dagegen Anbieter, bei denen es nur kleine Einschränkungen für ein kostenloses Konto gibt. Bei der Comdirect ist das Depot zum Beispiel gebührenfrei, wenn Sie ein kostenloses Girokonto eröffnen.

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