Entwicklung Option und Optionsschein 2020 Welche Unterschiede gibt es zwischen Optionen und

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Contents

Entwicklung Option und Optionsschein

Bestimmt hat sich der ein oder andere schon einmal gefragt, was der Unterschied zwischen „Optionen“ und „Optionsscheinen“ ist, da die beiden Begriffe sehr ähnlich sind. Daher werden wir uns in diesem Artikel genauer mit diesen beiden Finanzinstrumenten befassen. Vor allem werden wir dabei auf deren Entwicklung und jeweiligen Einsatzmöglichkeiten eingehen. Schon an dieser Stelle sei gesagt, dass es sich bei Optionsscheinen um eine Unterart von Optionen handelt. Wie sich im folgenden Artikel zeigen wird, sind sie für den Privatanleger leichter zugänglich. Unter anderem werden wir uns mit den folgenden Punkten auseinandersetzen:

  • Entwicklung von Optionen
  • Entwicklung von Optionsscheinen
  • Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen
  • Alternativen zu Optionen und Optionsscheinen

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Entwicklung von Optionen

Zunächst werden wir auf Optionen eingehen und vor allem auch die Frage beantworten, wie sich diese entwickelt haben. Danach werden wir die Funktionswiese von Optionen anhand von Beispielen erklären.

Entstehungsgeschichte von Optionen

Optionen existieren dabei schon länger, als man vielleicht im ersten Moment annehmen würde: Sie entstanden in den Niederladen zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Ausgangspunkt dafür war der Handel mit Tulpen. So wurden Tulpen seit dem Ende des 16. Jahrhunderts aus der Türkei in die Niederlande eingeführt. Zunächst waren sie einfach nur ein weiterer Luxusartikel für die reiche Bevölkerung. Allerdings änderte sich dies, als Tulpenzüchter in den Niederlanden damit begangen, unterschiedliche Tulpen miteinander zu kreuzen: Auf diese Weise entstanden Tulpen mit unterschiedlichen Farben. Man kann sich dies zwar heutzutage nur schwer vorstellen, aber dies führte damals dazu, dass auf einmal jeder solche Tulpen haben wollte. Die Nachfrage überstieg dabei schon nach Kurzem das Angebot ganz erheblich, so dass Tulpen immer teurer wurden. Dies führte dazu, dass nicht nur mit Tulpen selbst gehandelt wurde, sondern auch schon mit Tulpenzwiebeln. Es wurde daher im Endeffekt mit erst zukünftig vorhandenen Tulpen gehandelt. Um einen solchen Handel zu ermöglichen, wurden Optionen entwickelt: Der Käufer erwarb durch die Option das Recht, in Zukunft bestimmte Tulpen zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Allgemeiner formuliert ergibt sich die folgende Definition von Optionen: Durch eine Option erwirbt der Käufer das Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel Aktien, Aktienindices oder auch Rohstoffe wie Öl) in Zukunft zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) zu kaufen (bei Call Optionen) oder zu Verkaufen (bei Put Optionen). Derjenige, von dem man die Option erwirbt, „schreibt“ dabei die Option und wir als „Stillhalter“ bezeichnet. Für das Schreiben der Option erhält der Stillhalter eine Prämie.

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Arten von Optionen

Die Besonderheit von Optionen liegt darin, dass der Käufer zwar das Recht erwirbt, einen bestimmten Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen, aber nicht die Pflicht dazu hat. Die Option muss dabei bis zu einem bestimmten Stichtag (sogenannter Verfallstag), ausgeübt werden, ansonsten erlischt sie. Man kann Optionen auch danach unterscheiden, wann sie ausgeübt werden können: Bei sogenannten „Amerikanischen Optionen“ kann die Option in der Zeit bis zum Verfallstag jederzeit ausgeübt werden. Hingegen ist dies bei den „Europäischen Optionen“ nur am Verfallstag selbst möglich. Eine Kombination aus diesen beiden Modellen bilden sogenannte „Bermuda Optionen“: Bei diesen kann die Option zu vorher festgelegten Zeitpunkten bis zum Verfallstag ausgeübt werden. Allerdings haben diese Ortsbezeichnungen nichts damit zu tun, wo die jeweiligen Optionen gehandelt werden. So gibt es zum Beispiel auch in Europa „Amerikanische Optionen“. Allerdings ist es zum Beispiel so, dass Optionen auf Aktienindices wie dem Dax dem Europäischen Modell folgen, sprich sie können nur am Verfallstag ausgeübt werden. Dies ist unserer Erfahrung nach auch der Grund dafür, warum sich die Börse an den Verfallstagen oft sehr chaotisch verhält: Große Investieren versuchen an diesen Tagen, die Kurse in bestimmte Richtungen zu bewegen. Für Privatanleger ist es daher oftmals besser, diese Tage zu meiden und lieber an „normalen“ Tagen zu handeln.

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Beispiel für den Handel mit Optionen

Vor allem Unternehmen verwenden Optionen dazu, um sich gegen zukünftige Kursrisiken abzusichern. Denn Unternehmen, die für ihre Produkte bestimmte Rohstoffe benötigen, stehen vor dem Problem, dass sich die Preise für die entsprechenden Rohstoffe stark verändern können. Als Rohstoffe kommen dabei zum Beispiel Öl, Weizen oder Zucker in Betracht. Auf der anderen Seite möchten die Unternehmen aber Planungssicherheit in Bezug auf ihre künftigen Ausgaben haben. Daher verwenden sie häufig Optionen: Dadurch kann zum Beispiel der Betreiber von Schiffen mit Hilfe von Optionen auf Öl sicherstellen, dass er in den nächsten sechs Monaten einen bestimmten Preis für Öl zahlen wird.

Aber nicht nur Unternehmen können sich mit Hilfe von Optionen gegen zukünftige Kursschwankungen absichern. Vielmehr können auch Privatanleger von dieser Vorgehensweise profitieren. Dazu ein Beispiel: Angenommen, man hat Aktien eines Unternehmens zum Preis von 50 Euro gekauft. Aufgrund guter Unternehmenszahlen hat sich die Aktie des Unternehmens auf 100 Euro verdoppelt. Nunmehr steht man vor der Wahl, ob man die Aktien zu diesem Preis verkaufen möchte oder lieber noch auf weitere Kurssteigerungen spekulieren möchte. In jedem Fall möchte man aber die bereits angelaufenen Gewinne nicht mehr verlieren. Um dieses Ziel zu erreichen, kann man Optionen kaufen, die einen dazu berechtigen, die Aktien in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

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Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Optionen

Optionen werden in der folgenden Form angegeben: ABC CALL 1. August 2020 50 Euro. ABC steht dabei zum Beispiel für die Aktie eines Unternehmens. Eine Call Option erkennt man dabei einfach daran, dass sie mit „CALL“ bezeichnet wird, wohingegen bei Put Optionen „PUT“ stehen würde. Danach wird das Datum des Verfalls der Option genannt. Zudem ist der Ausübungspreis ersichtlich. Da Optionen standardisierte Finanzprodukte sind, welche an Terminbörsen gehandelt werden, werden sie immer in der gleichen Form angegeben. Dies führt dazu, dass der Handel mit Optionen im Vergleich zu vielen anderen Finanzinstrumenten überaus transparent ist.

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Wichtige Begriffe mit Optionen sind dabei auch „am Geld“, „im Geld“ und „aus dem Geld“. Der einfachste Fall ist „am Geld“: Eine Option liegt am Geld, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts mit dem Ausübungspreis übereinstimmt. Hingegen liegt eine Option „im Geld“, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis ist (im Falle von Call Optionen). Von „aus dem Geld“ spricht man dagegen, wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis liegt. Dazu ein Beispiel: Angenommen, der aktuelle Kurs einer Aktie (= Basiswert) notiert bei 100 Euro. Wenn der Ausübungspreis bei 80 Euro liegt, so befindet sich die Option auf diese Aktie aktuell „im Geld“.

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Entwicklung von Optionsscheinen

Auch Optionsscheine existieren schon seit Längerem: So wurde zum Beispiel der erste Optionsschein in Deutschland 1925 von Karstadt auf den Markt gebracht (allerdings wurde der Optionsschein an der amerikanischen Börse gehandelt). 1929 wurden Termingeschäfte sodann in Deutschland komplett verboten. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren auch in Deutschland wieder Optionsscheine zugelassen. Heutzutage sind Optionsscheine weit verbreitet und aus dem Markt nicht mehr wegzudenken.

Wie sich im weiteren Verlauf des Artikels zeigen wird, bestehen zwischen Optionen und Optionsscheinen sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede. So erwirbt man sowohl bei Optionen, als auch bei Optionsscheinen das Recht, einen bestimmten Basiswert in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Optionen werden dabei nur an sogenannten Terminbörsen wie zum Beispiel der Eurex gehandelt. Da nur relativ wenige Broker einen Zugang zu Terminbörsen anbieten, ist es für Privatanleger häufig einfacher, anstelle von Optionen Optionsscheine zu erwerben. Denn diese können sowohl an der Börse als auch außerbörslich gehandelt werden und sind dabei eher mit Wertpapieren wie Aktien vergleichbar. Sie haben daher auch eine Wertpapierkennziffer. Insgesamt handelt es sich bei Optionsscheinen um eine Unterart von Optionen.

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Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen

Nachfolgend werden wir vertiefend auf die Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen eingehen.

Nur Optionen sind standardisierte Finanzprodukte

Optionsscheine sind nicht nur deshalb für Privatanleger einfacher beziehbar, da man herfür keinen Zugang zu einer Terminbörse benötigt. Vielmehr spielt auch noch ein weiterer Aspekt eine Rolle: die Kontraktzahl. Damit ist die Tatsache gemeint, dass man Optionen in der Regel für eine bestimmte Stückzahl eines Basiswerts (zum Beispiel 100 Aktien) erwirbt. Wenn eine Aktie daher teuer ist, so werden die wenigsten Anleger gleich 100 Stück dieses Basiswerts benötigen. Bei Optionsscheinen ist dagegen eine beliebige Anzahl von Kontrakten möglich. Das Optionsscheine flexibler sind, liegt daran, dass es sich bei ihnen nicht um standardisierte Finanzprodukte handelt: An der Terminbörse gehandelte Optionen unterliegen alle den gleichen Bedingungen. Anders sieht dies bei Optionsscheinen aus: Hier werden die jeweiligen Bedingungen von den Banken oder anderen Finanzinstituten festgelegt, welche die Optionsscheine ausgeben. Dies hat zur Konsequenz, dass verschiedenen Banken verschiedene Optionsscheine anbieten. Diese können sich zum Beispiel in den jeweiligen Preisen und Laufzeiten unterscheiden. Denkbar ist beispielsweise, dass bei einer Bank der Optionsschein nach 30 Tagen ausläuft, wohingegen bei einem andere Anbieter der Verfall nach 33 Tagen eintritt. Insgesamt sind Optionsscheine im Vergleich zu Optionen für den Anleger daher deutlich intransparenter. Es ist daher empfehlenswert, sich vor dem Erwerb eines Optionsscheins sehr genau die jeweiligen Konditionen anzusehen.

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Weitere Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen

Ein weiterer Unterschied zwischen Optionsscheinen und Optionen liegt darin, dass man bei Optionsscheinen nicht die Rolle des Stillhalters einnehmen kann. Das heißt, dass es immer die Bank oder das andere Finanzinstitut ist, welches einen Optionsschein verkauft bzw. schreibt. Die meisten Privatanleger werden aber unserer Erfahrung nach sowieso nicht als Stillhalter auftreten wollen. Daher ist dieser Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen eher vernachlässigbar.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Bezug auf Optionen und Optionsscheine stellt das sogenannte Emittentenrisiko dar. Damit ist das Risiko gemeint, welches dem Anleger dadurch entsteht, dass sein Handelspartner zahlungsunfähig wird. Bei Optionsscheinen kann es zum Beispiel passieren, dass die Bank, von der man den Optionsschein erworben hat, zahlungsunfähig wird. Dies ist zwar relativ unwahrscheinlich, allerdings hat die Finanzkrise gezeigt, dass dies keinesfalls ausgeschlossen ist. Hingegen sind Optionen bei der Börse durch entsprechende Sicherheitseinlagen abgesichert, so dass man hier nicht das Emittentenrisiko trägt.

Alternativen zu Optionen und Optionsscheinen

Interessant ist auch die Frage, welche Alternativen es zur Verwendung von Optionen bzw. Optionsscheinen gibt. So kann gerade das Absichern des eigenen Depots auch auf andere Art und Weise dargestellt werden: Angenommen, man hat Aktien zu einem Preis von 500 Euro erworben. Der Kurs hat sich seit dem Kauf um 20 % auf 600 Euro erhöht. Nachvollziehbarer Weise möchte man den angelaufenen, aber noch nicht realisierten Gewinn gerne behalten. Eine Möglichkeit dazu besteht in der Verwendung von Optionen oder Optionsscheinen. Diese berechtigen einen zum Beispiel dazu, die Aktien in Zukunft zu einem Preis von 600 Euro zu verkaufen, selbst wenn der Kurs zu diesem Zeitpunkt niedriger stehen sollte. Eine andere Möglichkeit, seinen bereits angelaufenen Gewinn abzusichern, besteht in der Verwendung eines Stopp Kurses: Man legt einen Kurs fest, bei dessen Unterschreitung die Aktien verkauft werden sollen. Allerdings hat ein Stopp Kurs im Vergleich zu Optionen der Nachteil, dass der Preis, welchen man beim Verkauf erhält, nicht vorab feststeht. Dafür hat ein Stopp Kurs den Vorteil, dass er in der Regel nichts kostet und auch zeitlich nicht limitiert ist.

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Fazit: Optionen sind transparentere Finanzprodukte als Optionsscheine

Es wurde gezeigt, dass es zwischen Optionen und Optionscheinen sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede gibt. Beide Finanzprodukte verschaffen dem Anleger das Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel Aktien) in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Eine Pflicht, dieses Recht auszuüben, existiert dabei nicht. Bei Optionen handelt es sich dabei um standardisierte Finanzinstrumente, welche ausschließlich an Terminbörsen wie zum Beispiel der Eurex gehandelt werden. Dies hat zur Folge, dass der Preis sich hier aus Angebot und Nachfrage ergibt. Anders sieht dies bei Optionsscheinen aus: Diese werden von Banken oder anderen Finanzinstituten ausgegeben und können sich dabei sehr stark voneinander unterscheiden. Denn der jeweilige Anbieter kann sowohl den Preis, als auch die weiteren Konditionen (wie zum Beispiel die Laufzeit) beliebig festlegen. Daher sind sie weit weniger transparent als Optionen. Bevor man daher Optionsscheine erwirbt, empfehlen wir, sich vorab gründlich mit den jeweiligen Bedingungen auseinanderzusetzen und auch verschiedene Optionsscheine miteinander zu vergleichen. Ein Vorteil von Optionsscheinen liegt darin, dass sie für den Privatanleger leichter zugänglich sind. Denn man benötigt keinen Zugang zu einer Terminbörse, um sie zu erwerben. Vielmehr kann man sie ähnlich wie Aktien über deren Wertpapierkennziffer erwerben. Insgesamt empfehlen wir, zunächst sehr vorsichtig und mit wenig Kapital zu handeln. Denn sowohl mit Optionen, als auch mit Optionsscheinen kann man Verluste erleiden. Insgesamt bilden die beiden Finanzprodukte jedoch gute Möglichkeiten, um sein Depot abzusichern bzw. um auf steigende oder fallende Kurse zu spekulieren. Wie gezeigt, sollte man dabei aber nicht vergessen, dass es dabei auch Alternativen zu Optionen und Optionsscheinen gibt.

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Entwicklung klassische Optionen – Die Unterschiede und Risiken der Finanzderivate!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 15.04.2020

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Wie sich die Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen gestaltet, hängt insbesondere von der Ausgestaltung der bei spekulativen Tradern beliebten Derivate ab. Dabei unterscheiden sich die beiden Finanzinstrumente trotz aller augenscheinlichen Ähnlichkeit ganz signifikant in einigen Punkten. Während das Risiko für den Käufer bei Optionen relativ gering ist, besteht bei Optionsscheinen das Emittenten-Risiko, falls der Emittent Bankrott geht.

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Wo liegen die sonstigen Unterschiede zwischen diesen Finanz-Derivaten? Und wo die Risiken? Dies und mehr lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag zur Entwicklung von Optionen und Optionsscheinen.

  • Unterschiede Optionen & Optionsscheine
  • Optionen& Optionsscheine im Detail
  • Gegenüberstellung der beiden Finanz-Instrumente
  • Entwicklung von Optionen& Optionsscheinen

Unterschiede Optionen & Optionsscheine

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Optionen & Optionsscheinen

Sowohl Optionen als auch Optionsscheine sind – wie im übrigen auch Futures – Spekulations-Instrumente, die als Termingeschäfte gehandelt werden. Trader spekulieren bei den bedingten Termingeschäften auf eine bestimmte Entwicklung von Optionen und auch Optionsscheinen innerhalb eines begrenzten Zeitraums. Sie zählen beide zur Gruppe der Finanz-Derivate.

Sowohl Optionen als auch Optionsscheine beruhen auf demselben Grundprinzip. Der Käufer der sogenannten Call-Option (Kauf-Option) spekuliert auf einen steigenden Kurs des in der Option festgelegten Basiswertes in der Zukunft. So kann er den Basiswert zu einem niedrigeren, vereinbarten Preis erwerben. Verkauft er den Basiswert direkt zu dem höheren, aktuellen Kurs weiter, macht er Gewinn.

Der Verkäufer der Call-Option spekuliert im Gegenzug auf einen fallenden Kurs und gleichzeitig darauf, dass der Käufer das Recht, den Basiswert zu erwerben, nicht wahrnimmt. Dann erzielt der Verkäufer mit der Optionsprämie einen Gewinn und behält den Basiswert.

Anders verhält sich dies beim Optionsschein. Während es sich bei Optionen um standardisierte Produkte handelt, die als Kontrakte an einer Terminbörse gehandelt werden, zählen Optionsscheine zu den Wertpapieren und werden von Banken – dem Emittenten – herausgegeben. Der Emittent spekuliert allerdings nicht auf einen fallenden Kurs, sondern emittiert noch einen weiteren Optionsschein, der sich entgegengesetzt auswirkt. Damit besteht für die Bank kein Risiko, denn der Kurs kann nur steigen oder fallen. Die Bank generiert ihren Gewinn dabei aus den Provisionen für die ausgegebenen Optionsscheine.

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Optionen & Optionsscheine im Detail

Optionen – Standardisierte Finanzprodukte im Derivate-Handel

Optionen sind ein Finanzinstrument, das den Kauf oder Verkauf eines Basiswertes zu einem zuvor festgelegten Fälligkeitsdatum und einem bestimmten Preis (Basispreis) in der Zukunft beinhaltet. Der Käufer erwirbt damit das Recht, den Basiswert am Fälligkeitsdatum zum vereinbarten Basispreis zu kaufen. Für ihn besteht aber auch die Möglichkeit, die Option verfallen zu lassen. Für die Option zahlt er an den Verkäufer eine Prämie, welche der Verkäufer in jedem Fall behalten kann.

Der Verkäufer ist wiederum verpflichtet, den Basiswert (z.B. die Mindest-Einheit von 100 Aktien eines Basiswertes) zu liefern, er kann von der vereinbarten Option also nicht zurücktreten. Ein Käufer wird beispielsweise die Option verfallen lassen, wenn der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem vereinbarten Optionspreis liegt, da er den Basiswert am Markt günstiger kaufen kann. Für den Käufer ist der mögliche Verlust damit bis auf die an den Verkäufer gezahlte Prämie beschränkt.

Bei Optionen handelt es sich um standardisierte Produkte. Sie enthalten immer die folgenden Merkmale:

  • Call- oder Put-Option (Kauf- oder Verkaufs-Option)
  • Basiswert
  • Laufzeit
  • Basispreis zum Ausübungsdatum (Fälligkeitsdatum)
  • Barausgleich oder Lieferung des Basiswertes bei Fälligkeit

Optionen werden immer in Kontrakten mit den o.g. Ausstattungsmerkmalen gehandelt. Diese Kontrakte beinhalten beispielsweise nicht nur eine einzelne Aktie, sondern es bestehen Mindest-Einheiten, beispielsweise beträgt die Mindest-Einheit 100 Aktien eines Basiswertes. Durch die Standardisierung lassen sich Optionen einfach untereinander vergleichen und es besteht ein liquider Markt.

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Optionsscheine – Wertpapiere von Emittenten

Der gravierende Unterschied zu Optionen besteht bei den Optionsscheinen wie schon erwähnt darin, dass sie von Banken ausgegeben werden und ein Wertpapier darstellen. Sie werden auch nicht an Terminbörsen, sondern an sogenannten Kassabörsen gehandelt. Auch hier erwirbt der Käufer das Recht, den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu kaufen. Dies kann innerhalb oder spätestens am Ende der Laufzeit sein. Basiswerte von Optionsscheinen können zwar auch Aktien sein, es gibt aber auch Optionsscheine auf Indizes, Aktienkörbe, Anleihen, Währungen oder Edelmetalle. Auch hier werden die Scheine, die zum Kauf des Basiswertes berechtigen Calls und Verkaufs-Scheine Puts genannt.

Gestaltet wird der Optionsschein vom Emittenten mit den folgenden Ausstattungsmerkmalen bzw. der Berücksichtigung der zuletzt genannten Volatilität bei der Preisgestaltung:

  • Kauf- oder Verkaufs-Schein (Call oder Put)
  • Bezugsverhältnis
  • Laufzeit
  • Ausübungsmöglichkeit (jederzeit während der Laufzeit oder nur am Laufzeitende)
  • Basispreis des Basiswertes
  • Volatilität (Schwankungsbreite des Basiswertes)

Ausgeübt wird der Optionsschein jedoch nur selten. Käufer spekulieren eher auf den Weiterverkauf während der Laufzeit (sofern diese Möglichkeit vereinbart ist), um damit Gewinne zu machen. Durch Verwendung eines Hebels steigert sich der Wert des Optionsscheines, z.B. wirkt sich ein Hebel von 2:1 dahingehend aus, dass der Wert des Scheins zweimal so stark steigt wie der Wert des Basiswertes, z.B. der Aktie.

Optionsscheine bieten im Gegensatz zu den standardisierten Optionen vergleichsweise viele Variationen. Die Optionsprämie ist abhängig von den jeweiligen Konditionen, die der Emittent vorgibt. Durch die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten finden Anleger ein breites Angebot an Optionsscheinen vor. Deshalb ist der Markt auch weniger liquide als der für Optionen.

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Gegenüberstellung Optionen & Optionsscheine

Optionsschein

Option Herausgeber Emittent (Bank) Jeder Marktteilnehmer Emittentenrisiko Volles Risiko bei Insolvenz des Emittenten Keines, abgesicherte Geschäfte Kursstellung Durch den Emittenten Optionsbörse(z.B. EUREX) Standardisierung – Festgelegte Bedingungen, standardisierte Ausgestaltung als Kontrakt Strategie Nur Long Call oder Long Put Long Call / Short Call und Long Put / Short Put und Kombinationen

In der Gegenüberstellung wird besonders das Emittenten-Risiko deutlich, der nicht nur Herausgeber ist, sondern darüber hinaus auch den Kurs des Optionsscheins stellt. Die Bepreisung durch den Emittenten kann dabei in beliebigen Abständen erfolgen. Gerät der Emittent (Bank oder Wertpapierhaus) in die Insolvenz, liegt das volle Verlustrisiko beim Käufer. Optionsscheine sollten deshalb nur bei seriösen Herausgebern gehandelt werden.

Optionen hingegen kann jeder Marktteilnehmer herausgeben und die Kursstellung erfolgt an der jeweiligen Optionsbörse, z.B. der deutschen Terminbörse EUREX. Hier handelt es sich um abgesicherte Geschäfte durch eine hinterlegte Margin als Sicherheitsleistung. Das Käufer-Risiko beschränkt sich auf den Verlust der Optionsprämie, die er an den Verkäufer zahlt. Durch die festgelegten Bedingungen und die standardisierte Ausgestaltung als Kontrakt lassen sich Optionen am Markt besser vergleichen. Optionsscheine bieten ein breites Angebot durch die vielen Variationsmöglichkeiten in der Ausgestaltung, was Vergleiche schwierig macht.

Bei Termingeschäften wie Optionen und Optionsscheinen handelt es sich um eine hohe Risikoklasse von Anlageprodukten. Der Handel ist nur für erfahrene Anleger geeignet. Broker oder Depotverwalter wie Banken stufen ihre Kunden in entsprechende Risikoklassen ein und erheben üblicherweise einen Fragenkatalog über die bisherige Handelserfahrung. Nur bei ausreichender Erfahrung und Kenntnissen wird der Anleger in die hohen Risikoklassen eingestuft.

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Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen

Für die Entwicklung von Optionen und Optionsscheinen hinsichtlich des Preises und ihrer Wertentwicklung sind verschiedene Einflussfaktoren maßgeblich. Berechnet werden diese anhand des finanzmathematischen Black-Scholes-Modells, welches sich mathematischer Gleichungen bedient. Die teilweisen Ableitungen nach den Parametern aus dem Black-Scholes-Modell werden als die sogenannten Griechen bezeichnet. Sie bestehen aus Buchstaben des griechischen Alphabets.

Zunächst ist die erste Größe, die diesen Preis beeinflusst der Kurs des Basiswertes. Darüber hinaus ist die implizite Volatilität des Kurses (Schwankungsbreite) ein entscheidender Preisfaktor. Je höher die Schwankungsbreite, desto höher der Optionspreis. Auch der festgelegte Ausübungspreis (Strike) zum Fälligkeitsdatum (oder bei amerikanischen Optionen auch während der Laufzeit) spielt bei der Preisgestaltung eine große Rolle, ebenso wie die Restlaufzeit (Zeitwert). Mit sinkender verbleibender Restlaufzeit sinkt auch der Wert der Option bzw. des Optionsscheines. Je näher die Fälligkeit rückt, desto mehr geht der Zeitwert gegen 0. Weiteren Einfluss, wenn auch geringeren, haben der risikofreie, kurzfristige Marktzins und Dividendenzahlungen bei Optionen auf Aktien.

Bei Call-Optionsscheinen hat z.B. ein Zinsanstieg zur Folge, dass auch die Finanzierungskosten des Emittenten für den Kauf eines Basiswertes, den er zur eigenen Absicherung des herausgegebenen Optionsscheins benötigt, steigen. Die Finanzierungskosten des Emittenten werden auf die Optionsschein-Prämie aufgeschlagen, er gibt sie somit also weiter.

Bei Put-Optionsscheinen wiederum muss der Herausgeber Kapital bereithalten, um den Basiswert vom Anleger zum festgelegten Basispreis kaufen zu können. Steigen die Zinsen, erhält der Herausgeber einen höheren Kapitalertrag aus dem bereitgehaltenen Kapital. Dies wirkt sich auf die Höhe der Prämie aus, sie dürfte dann für einen Put-Optionsschein niedriger ausfallen.

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Vor- und Nachteile beider Finanzinstrumente

Optionen verfügen gegenüber den Optionsscheinen über einige Vorteile, vor allem das Risiko betreffend. Beide Finanzinstrumente können Trader mit vergleichsweise geringem Kapitalbedarf über ein Margin-Konto handeln.

Der Käufer ist nicht zur Durchführung verpflichtet; er hat auch die Möglichkeit, die Option verfallen zu lassen oder sie vor dem Ablaufdatum bzw. Fälligkeitsdatum weiter zu verkaufen. Aus diesem Grund braucht er nicht gezwungenermaßen die finanziellen Mittel, um dann bei Ausführung tatsächlich in einen bestimmten Basiswert investieren zu können. Das bedeutet, dass man auch Optionen und Optionsscheine handeln kann, ohne den Basiswert zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Optionsscheine werden vergleichsweise selten ausgeübt, sie dienen vor allem der Spekulation auf Gewinne durch Weiterverkauf.

Ein Hebel kann den Gewinn, aber auch den Verlust vervielfachen, wenn sich der Kurs des jeweiligen Basiswerts der entgegengesetzten Richtung des Käufer- oder Verkäufer-Interesses bewegt. Entwickelt sich der Kurs negativ, ist es möglich, dass der Käufer ein hohes Verlustrisiko hat und unter Umständen sein gesamtes Kapital verliert, denn die Prämie darf der Verkäufer auf jeden Fall behalten.

Bei Optionen ist ein minimales Volumen pro Basiswert vorgegeben. Die Produkte sind standardisiert und werden als Kontrakte gehandelt. Optionsscheine hingegen können auch nur einen Bruchteil des Wertes einer Aktie beinhalten und es bestehen weit mehr Kombinationen und Variationen. Es kann z.B. sein, dass man zehn Optionsscheine benötigt, um eine einzige Aktie kaufen zu können.

Es besteht kein Emittentenrisiko bei Optionen. Bei Optionsscheinen besteht jedoch die Gefahr, dass der Herausgeber insolvent gehen kann. Damit stünde der Käufer vor einem Totalverlust und trägt das Risiko.

Beide Finanz-Derivate werden sowohl als Spekulations-Instrument, aber auch zur Absicherung anderer Positionen im Portfolio genutzt.

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Fazit zur Entwicklung von Optionen & Optionenscheinen

Optionen beinhalten für den Käufer ein geringeres Handelsrisiko als Optionsscheine. Bei Optionsscheinen steht insbesondere das Emittentenrisiko im Vordergrund, welches bei Insolvenz des Emittenten für den Käufer einen Totalverlust bedeutet.

Die Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen bezüglich des Preises und damit des Wertes unterliegt den gleichen Einflussfaktoren, jedoch erfolgt die Kursstellung des Optionsscheins durch den Emittenten, denn es findet kein Börsenhandel wie bei Optionen statt, bei denen es sich um abgesicherte Geschäfte handelt, die überwiegend an Terminbörsen wie z.B. der deutschen EUREX gehandelt werden. Herausgeber von Optionsscheinen sind Banken und Emissionshäuser. Optionen können hingegen von jedem Marktteilnehmer herausgegeben werden. Hierbei handelt es sich um standardisierte Produkte, die als Kontrakt gehandelt werden.

Der Handel mit beiden Finanz-Derivaten sollte allerdings nur von erfahrenen Tradern mit genügend Handelserfahrung und Kenntnissen über das Produkt selbst und auch den Basiswert durchgeführt werden. Die Spekulation auf fallende oder steigende Kurse stellt ein hohes Risiko dar, insbesondere bei Verwendung eines Hebels, der das tatsächliche Handelsvolumen, aber auch das Verlustrisiko vervielfacht, wenn sich der Kurs des Basiswertes in die entgegengesetzte Richtung und damit entgegen der Erwartung des Käufers oder Verkäufers bewegt.

Entwicklung Option/Optionsschein

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In diesem Ratgeber geht es um die Entwicklung der Option (Optionsschein). Bei Optionen handelt es sich, im Gegensatz zu Optionsscheinen, nicht um verbriefte Wertpapiere. Für die unterschiedlichen Bezugspreise und Laufzeiten ist immer nur eine bestimmte Option zu finden. Bei Optionsscheinen ist dies grundsätzlich anders. In diesem Fall sind für den gleichen Basispreis und Bezugszeitraum unzählige, diverse Optionsscheine vorhanden. Betrachtet man das Bezugsverhältnis von Optionen auf Aktien, so bezieht sich eine Option im Allgemeinen auf eine Aktie. Bei einem Optionsschein gibt es hingegen oft ein Bezugsverhältnis von 1:10, sodass also zehn Scheine notwendig wären, um hierfür eine Aktie zu erwerben.

  • Entstehung der Optionen geht auf Tulpenzwiebeln zurück
  • Optionen und Optionsscheine sind unterschiedliche Finanzinstrumente
  • Verschiedene Einflussfaktoren auf die preisliche Entwicklung von Optionen
  • Die Griechen: Delta, Omega, Vega, Theta

1. Die „Option“: Geschichtlicher Rückblick

Bevor ein Anleger in den Handel mit Optionen einsteigt, sollte er sich zunächst mit der doch recht ungewöhnlichen Entstehung dieses Finanzinstruments beschäftigen. Hierzu ist es erforderlich, einige Jahre in der Geschichte zurückzublicken. Die Reise geht dabei in die Niederlande des 17. Jahrhunderts. Damals erfreute sich eine ganz bestimmte Pflanze immer größerer Beliebtheit; und doch hätte sie ein ganzes Land beinahe in den Ruin getrieben: die Tulpe, an der sich heute viele Menschen im eigenen Garten erfreuen. Zwischen dem 16. und dem 17. Jahrhundert kam die Tulpe aus der Türkei in die Niederlande. In den ersten Jahren fand die Pflanze allerdings kaum Beachtung.

Die Tulpe als Trendobjekt

Nach und nach begannen jedoch niederländische Züchter damit, die bislang noch einfarbige Pflanze zu kreuzen. Es entstanden neue Arten und Farben, die bei den Niederländern großes Interesse hervorriefen. Immer mehr Konkurrenz entstand, jeder Züchter wollte ein eigenes, besonderes Exemplar erschaffen. Weil das Angebot begrenzt war und die Nachfrage stetig wuchs, waren auch die Preise entsprechend hoch. Es entstand die Situation, dass es möglich war, mit dem Züchten sowie dem Handel von Tulpen viel Geld zu verdienen. Allerdings muss erwähnt werden, dass es sich dabei nicht mehr nur um die Pflanzen handelte, sondern um die Tulpenzwiebeln. Der Trend entwickelte sich dahin, dass selbst Zwiebeln, die sich noch im Boden befanden, bereits gehandelt wurden. Somit war es unausweichlich, dass ein Handelsinstrument eingeführt werden musste, mit dem eine solche Ware gehandelt werden konnte, die es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch gar nicht gab.

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2. Die Entstehung der Optionen

Die Entwicklung der Option ist also auf Tulpenzwiebeln zurückzuführen. So banal dies klingen mag, so sinngemäß ist es: Der Verkäufer von Tulpenzwiebeln gab dem interessierten Käufer das Versprechen, eine bestimmte Menge von Zwiebeln zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Der Käufer verpflichtete sich, diese Zwiebeln zum vereinbarten Zeitpunkt und Preis zu kaufen. Damit waren die „Optionen“ geboren.

Der Unterschied zu heutigen Optionen

Zu den heutigen Optionen gibt es jedoch einen Unterschied. In der Vereinbarung, die im 18. Jahrhundert zwischen dem Käufer und dem Verkäufer geschlossen wurde, hatte der Käufer eine Ausübungspflicht. Demnach durfte er sich also nicht aussuchen, ob er die Zwiebeln zu dem Ausübungszeitpunkt kaufen will oder nicht. Er war dazu verpflichtet sie zu kaufen, und zwar exakt in der Menge und zu dem Preis, die vorab vereinbart wurden. Dieser doch recht große Unterschied zu heutigen Optionen hatte damals weitreichende Folgen.

Viele Handwerker verwendeten ihr gesamtes Vermögen, setzten es für ein solches Geschäft ein, in der Erwartung, dass die Preise für die Zwiebeln stetig steigen würden.

Beispiel: Ein Handwerker setzte sein Vermögen von 1.000 Gulden ein und kaufte damit die Option, in sechs Monaten Tulpenzwiebeln im Wert von 1.000 Gulden zu erhalten. Der Handwerker glaubte daran, dass die Tulpenzwiebeln in einem halben Jahr im Wert steigen würden. Angenommen, es hätte sich um eine Wertsteigerung auf 1.500 Gulden gehandelt, dann hätte er die Tulpenzwiebeln für 1.000 Gulden kaufen und wieder verkaufen können, und hätte außerdem einen Gewinn von 500 Gulden generiert.

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3. Spekulationsblase „Tulpenmanie“: Die Niederlande in der Krise

Das Erzielen von Gewinnen funktionierte damals auf diese Weise recht gut. Im Jahr 1637 kam es jedoch zu einem Problem. Die Entwicklung der Optionen, die im Nachhinein betrachtet viel zu schnell vonstatten ging, geriet ins Wanken. Es kam zum Einbruch der Nachfrage. Nur noch wenige Käufer glaubten daran, dass sich die Zunahme fortsetzen könnte.

In Bezug auf das eben genannte Beispiel des Handwerkers könnte es sich wie folgt abgespielt haben: Der Preis für die Tulpenzwiebeln stieg nicht wie erwartet auf 1.500 Gulden an, sondern sank innerhalb kurzer Zeit auf 100 Gulden ab. Damit stand der Handwerker nun vor der Situation, dass er Tulpenzwiebeln für 1.000 Gulden kaufen musste, die aber nur noch einen Wert von 100 Gulden hatten.

Es ist gut nachvollziehbar, in welch prekärer Situation ein Land gewesen sein musste, in dem die Bevölkerung zum großen Teil an dem Handel mit Tulpenzwiebeln beteiligt war. Allerdings muss erwähnt werden, dass diese Entwicklung nicht auf die Funktion der Optionen zurückzuführen war. Vielmehr waren es die teilweise falschen Einschätzungen vieler Marktteilnehmer. Denn zum damaligen Zeitpunkt konnte sich kaum jemand vorstellen, dass die Preise für die Zwiebeln einmal wieder sinken könnten.

Bei dem sogenannten „Tulpenwahn“ oder der „Tulpenmanie“ handelt es sich um die erste Spekulationsblase in der Wirtschaftsgeschichte. Auf die Entwicklung des Finanzinstrumentes „Option“ hatte sie jedoch keinen negativen Einfluss. Ganz im Gegenteil – Optionen sind heute für viele Märkte einsetzbar und werden bei Privatanlegern zunehmend als attraktive Geldanlage genutzt.

4. Optionen und Optionsscheine: Die Unterschiede

Mittlerweile sind Optionen und Optionsscheine beliebte Handelsinstrumente bei Anlegern. Auf den ersten Blick handelt es sich aber nicht unbedingt um leicht verständliche Finanzprodukte. Dennoch lohnt es, sich mit den Instrumenten näher zu beschäftigen, denn die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten sprechen für sich. Auch lassen sich zahlreiche Trading-Strategien abbilden, die mit anderen Derivaten nicht umsetzbar sind. Grundsätzlich handelt es sich bei Optionen und Optionsscheinen um ähnliche Produkte. Dennoch gibt es einige Unterschiede.

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Optionen

Eine Option wird an einer Terminbörse gehandelt. Jeder Marktteilnehmer kann/darf Optionen an einer Terminbörse handeln, kaufen und verkaufen. Somit gibt es keinen zentralen Emittenten. Die handelbaren Optionen werden durch die Terminbörsen lediglich in Bezug auf die Laufzeiten und Ausübungspreise standardisiert. Die Marktteilnehmer können die Optionen verkaufen, ohne sie zu besitzen. Damit werden sie selbst zu Emittenten. Demnach orientiert sich die Preisbildung an Angebot und Nachfrage der Optionen.

Der Verkauf von Optionen, die ein Anleger zuvor gekauft hat (der Leerverkauf), wird als „Schreiben“ bezeichnet. Bei dem Schreiben von Call-Optionen auf die gehaltenen Aktien handelt es sich um eine beliebte Strategie von Aktieninhabern, die ein begrenztes Risiko haben. Im Ausübungsfall können sie die Aktien aus dem eigenen Bestand liefern, ohne einen Kauf am Markt zu tätigen.

Optionsscheine

Anders als Optionen werden Optionsscheine nicht an Terminbörsen gehandelt, sondern ausschließlich an normalen Wertpapierbörsen sowie außerbörslich im direkten Handel. Es gibt immer eine Bank (einen Emittenten), der stetig An- und Verkaufspreise stellt. Hier ergeben sich die Preise nicht aus Angebot und Nachfrage. Vielmehr werden die Preise vom Emittenten festgelegt.

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5. Preisliche Entwicklung Option/Optionsschein

Auf Grundlage des bekannten Berechnungsmodells „Black & Scholes“ sehen wir uns nachfolgend an, welche Einflussfaktoren für die Errechnung des Preises wichtig sind.

Basiswert: An erster Stelle steht der Preis des Basiswertes. Im Falle einer Aktie ist demnach der Kurs der Aktie die wichtigste Einflussgröße, die sich auf den Preis der Option auswirkt.

Volatilität: Eine weitere wichtige Rolle spielt die Volatilität des Basiswertes. Damit sind die erwarteten (künftigen) Schwankungen einer Aktie gemeint. Die Volatilität nimmt großen Einfluss auf den Optionspreis. Je höher sie ist, desto besser wirkt sich dies im Normalfall auf den Wert der Option aus. Auch der Ausübungspreis spielt für die Preisfindung der Option natürlich eine Rolle. Hieran wird festgemacht, ob eine Option zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit Gewinn oder auch mit Verlust veräußert werden könnte.

Restlaufzeit: Nicht zuletzt spielt auch die Restlaufzeit einer große Rolle. Denn je länger eine Option noch läuft, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienkurs den Ausübungspreis übertrifft.

Zinssatz: Zusätzlich muss der risikofreie, kurzfristige Zinssatz am Markt noch betrachtet werden. Nach dem genannten Bewertungsmodell hat ein Anstieg des Zinssatzes eine positive Wirkung auf die Entwicklung des Preises einer Option (Call-Option).

Dividendenzahlung: Die Dividendenauszahlung ist der letzte Einflussfaktor. Bei einer Option auf Aktien stehen jene Optionen besser da, für deren Aktien die Händler keine Dividenden zahlen müssen. Der Grund ist darin zu finden, dass es bei Auszahlungen von Dividenden besser ist, die Option auszuüben, weil ansonsten auf die Dividenden verzichtet wird.

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6. Die Griechen – Berechnung von Elastizitäten und Sensitivitäten

Um mit Hilfe des Berechnungsmodells einen realistischen Preis errechnen zu können, werden die genannten Einflussfaktoren entsprechend integriert. Die Berechnungen werden durch griechische Buchstaben gekennzeichnet.

1. Delta

„Delta“ gibt an, wie sich der Optionen-Preis verändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes eine Einheit verändert. Dabei bezieht sich Delta auf das Kriterium „Preis des Basiswertes“. Man könnte es auch anders ausdrücken: Nach der Dividendenauszahlung verliert die Aktie die Dividendensumme an Wert. Allerdings profitiert der Halter der Option nicht von der Auszahlung, ist jedoch betroffen durch den Wertverlust in der Aktie.

2. Omega

„Omega“ ist als Elastizität zu verstehen. Dabei handelt es sich um die prozentuale Veränderung einer Option bei einer Veränderung des Basiswertes von einem Prozent. Besteht beispielsweise ein Omega von acht, so würde eine Option um acht Prozent steigen, wenn der Basiswert um einen Prozent ansteigt. Omega ist auch als „effektiver Hebel“ bekannt.

3. Vega

„Vega“ bezieht sich auf das Verhältnis einer Option zur Volatilität eines Basiswertes. Damit soll erkennbar gemacht werden, wie ein Optionspreis reagiert, wenn die Volatilität fällt oder steigt.

4. Theta

„Theta“ bezieht sich wiederum auf die Restlaufzeit einer Option. Der griechische Buchstabe gibt an, wie stark sich der Wert der Option ändert, wenn die Restlaufzeit um einen Tag verkürzt wird.

Auch wenn es sich um sehr viele Definitionen handelt, lohnt es sich für Anleger, sich in die Thematik einzuarbeiten. Optionen-Anleger sollten die Begriffe kennen. Eine ausführliche Beschreibung der „Griechen“ ist auf dem Portal in einem weiteren Ratgeber zu finden.

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7. Häufig gestellte Fragen zu Optionen

1. Was ist eine Call-Option?

Bei einer Call-Option handelt es sich um ein Finanz-Produkt, welches einem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Auch das Datum (Verfallsdatum), an dem bzw. bis zu dem die Ausübung des Rechts erfolgen kann, ist festgelegt. Als Optionsprämie wird der Betrag bezeichnet, für den eine Option gehandelt wird.

2. Was ist eine Put-Option?

Bei einer Put-Option handelt es sich um ein Finanz-Produkt, welches einem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Das Datum ist ebenfalls festgelegt.

3. Was ist der Basiswert einer Option?

Bei dem Basiswert einer Option handelt es sich um das Anlageprodukt, auf dem der Kurs eines Derivates beruht. Anlageprodukte können zum Beispiel Aktien, Währungen oder Rohstoffe sein.

4. Was ist das Verfallsdatum einer Option?

Das Verfallsdatum einer Option sagt aus, wann ein Finanzprodukt verfällt. In der Regel ist es immer der dritte Freitag des Verfallsmonats. Allerdings gibt es bei Wochen- und Tagesoptionen auch abweichende Daten.

5. Was ist bei einer Option der Ausübungspreis?

Bei dem Ausübungspreis einer Option handelt es sich um den Kurs, für welchen der Optionsinhaber den zugrundeliegenden Wert kaufen oder verkaufen kann. Wenn die Optionslaufzeit abgelaufen ist, kann der Inhaber der Option darüber bestimmen, ob er das Recht ausübt und zu dem Ausübungspreis verkaufen oder kaufen möchte.

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8. Fazit Entwicklung Option/Optionsschein: Von der „Tulpe“ zum interessanten Spekulationsinstrument

Bei Optionen und Optionsscheinen handelt es sich um Spekulationsinstrumente. Die Anlageformen spekulieren auf eine gewisse Entwicklung im Rahmen eines festgesetzten Zeitraums. Aus diesem Grund wird der Handel mit Optionen auch als Termingeschäft bezeichnet. Optionen werden ausschließlich an speziellen Terminbörsen gehandelt. Für deutsche Privatanleger ist die wichtigste Börse hierfür die deutsch-schweizerische Eurex. Optionsscheine können an diversen Parkettbörsen sowie im außerbörslichen Handel unmittelbar bei dem Emittenten ge- und verkauft werden. Optionsscheine werden von Banken herausgegeben. Damit verbunden erhalten Anleger das Recht, innerhalb bzw. am Ende einer Laufzeit einen Basiswert zu einem bestimmten (Basis-) Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Bei den Basiswerten kann es sich um Aktien handeln, es gibt jedoch auch Optionsscheine auf Währungen, Anleihen, Indizes oder sogar Edelmetalle. Die sogenannten Calls sind Optionsscheine, die zum Kauf eines Basiswertes berechtigen. Put-Optionsscheine berechtigen wiederum zum Verkauf eines Basiswertes zu einem bestimmten Preis. Die Entwicklung einer Option/eines Optionsscheins hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Restlaufzeit oder auch die Frage, ob ein Basiswert unterhalb oder oberhalb des Basispreises notiert. Die Berechnung des Preises einer Option ist indes nicht leicht. Zahlreiche Einflussfaktoren können den Wert einer Option beeinflussen. Sowohl nach oben als auch nach unten. Die Faktoren müssen in einem Berechnungsmodell zusammengefasst werden. Zwar gibt es mehrere Herangehensweisen und diverse Modelle. Zu den bekanntesten zählt jedoch das Berechnungsmodell von Black & Scholes.

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