Folgen von Trends

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Das Folgen von Trends ist die einfachste Strategie, die man auf Basis technischer Analyse mit Binären Optionen erlernen und ausführen kann. Dabei wartet man auf einen deutlichen Kurssprung um eine Put oder Call Option platzieren zu können.
Ein Trader verwendet historische Daten eines bestimmten Basiswerts um die Richtung des Kurses bestimmen zu können.

Diese Richtung ist nur dann einfach zu prognostizieren wenn ein Trend über einen bestimmten Zeitraum vorliegt. Die Länge eines solchen Trends kann natürlich variieren aber beim Handel mit Binären Optionen sind das typischerweise 1 – 7 Tage.

Die wahrscheinlich erfolgreichste Methode für das Folgen eines Trends sind gleitende Durchschnitte eines bestimmten Basiswertes, der die Richtung der Vergangenheit entsprechend gewichtet. Ein gleitender Durchschnitt (Moving Average, MA) wird als der durchschnittliche Kurs definiert, wobei Tage, die zu weit in der Vergangenheit liegen ausgeblendet werden. Ein 5 Tages MA ignoriert zum Beispiel den 1. Tag wenn man sich an Tag 6 befindet. Das gewährleistet, dass nur 5 Tage in die Berechnung mit einfließen.

Leider bietet Ihnen kein Binäroptionsbroker ein gutes Chartingtool um Trends analysieren zu können. Hier müssen Sie sich externer Programme bedienen. Wir empfehlen ein kostenloses Demokonto beim Forexbroker eToro. Dieser bietet auch in der Demoversion ein hervorragendes Chartingtools mit dem Sie für den Trendhandel gut gerüstet sind. Hier können Sie ein eToro Demokonto eröffnen und das Charting-Tool gratis nutzen (Trading birgt Risiken).

Wenn der gleitende Durchschnitt der kürzeren Zeitperiode den Durchschnitt der längeren Periode schneidet, ist es möglich, dass sich ein Trend umkehrt. Genau das ist auch der Zeitpunkt zu dem sich interessante Trading Möglichkeiten ergeben können. Zwar sind diese gleitenden Durchschnitte das beste Instrument um Trends erfolgreich erkennen zu können, aber wenn sie isoliert betrachtet werden, geben sie nur selten den besten Zeitpunkt an um einzusteigen bzw. wieder auszusteigen. Trotzdem kann diese Strategie relativ einfach von Einsteigern und Profis angewendet werden, gerade wenn man bedenkt, dass historische Daten überall und kostenlos verfügbar sind, auch auf Plattformen für Binäre Optionen.

Unterstützung und Widerstand

Das Folgen eines Trends gestaltet sich sehr viel einfacher wenn man in der Lage ist Unterstützung und Widerstand in einem Chart zu erkennen. Diese Level stellen den Boden bzw. die Decke, was den Kurs wieder darüber bzw. darunter bewegt.

Unterstützung / Support

Unterstützung ist das Level bei dem der Trader einen Basiswert kauft. Dieser Punkt ist als Untergrenze definiert bei der der Trader davon ausgeht, dass der Kurs nicht mehr darunter fallen kann.

Widerstand / Resistance

Widerstand ist das Preislevel bei dem das Angebot schon sehr hoch ist und es unwahrscheinlich ist, dass der Kurs sich noch weiter nach oben bewegt.

Das obige Bild zeigt, dass es möglich ist zwei Punkte zu erkennen bei denen der Preis nach oben ging und bei einem bestimmten Level gestoppt hat und damit einen Widerstand darstellt. Außerdem deutlich erkennbar sind die vier Punkte an denen der Preis das Unterstützungslevel erreicht hat und davon wieder abgeprallt ist.

Unterstützungslevel und Widerstände können für alle Zeiträume verwendet werden und das besonders gut in Zeiten mit niedrigem Handelsvolumen, wie zum Beispiel auf Nacht wenn sich die Märkte sehr viel langsamer bewegen und die Kurse sehr viel leichter vorhersagbar sind. Unterstützungs- und Widerstandslinien stellen stabile Achsen dar um Ausbrüche am Markt beobachten zu können. Daher sind es die passenden Gelegenheiten um bei möglichen Ausbrüchen (Breakouts) Binäre Optionen zu platzieren. Wahrscheinlich die beste Möglichkeit dies umzusetzen ist bei den Perioden tägliche Kurse zu verwenden. Wegen der Schnelllebigkeit von Binären Optionen ist es sinnvoll den Chart auf eine Stunde einzustellen. Aber um erfolgreich Trends erkennen und damit zu handeln zu können ist dieser Zeitraum eher weniger geeignet.

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Die dramatischen Folgen von Negativzinsen

Mit Negativzinsen zerstört die Europäische Zentralbank die Grundlagen unseres Wohlstands, meint Thorsten Polleit. Er empfiehlt, die Monopolstellung der EZB zu beenden und einen freien Markt für Geld zuzulassen.

Seit März 2020 ist der Leitzins in der Eurozone bei null Prozent, der Einlagenzins für Banken bei minus 0,4 Prozent. Und nun will die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen noch weiter in den Negativbereich absenken. Im September könnte es so weit sein. Indem die Euro-Zinsen negativ „gemacht“ werden, sollen die Inflation belebt und die Konjunktur gestützt werden, so die offizielle Erklärung.

Doch im Kern geht es um etwas anderes: Finanziell überdehnte Staats- und Bankenschuldner sollen entlastet werden. Mit Negativzinsen sollen sie entschuldet, die Euro-Schuldenberge entwertet werden.

Dafür stützt sich der EZB-Rat auf die Empfehlungen, die einflussreiche Ökonomen ausgeheckt haben. Sie behaupten, der neue „gleichgewichtige Zins“ (oder auch „neutrale Zins“ oder noch passender: der „Urzins“) sei mittlerweile negativ geworden. Dafür führen sie viele Gründe an wie beispielsweise eine zu hohe Ersparnis und die demographische Überalterung.

Die Zinstheorie ist in den Wirtschaftstheorien nun aber nach wie vor ein Zankapfel. Es gibt viele miteinander konkurrierende, sich zuweilen auch widersprechende Vorstellungen über das, was der Zins ist, und wie er sich erklärt.

Doch nur eine Theorie des Zinses kann wirklich überzeugen. Und das ist die Zeitpräferenztheorie des Zinses, die im Kern auf den Franzosen Anne Robert Jacques Turgot (1727–1781) zurückgeht und nachfolgend durch eine Reihe scharfer Denker handlungslogisch weiterentwickelt wurde.

Zeitpräferenz bedeutet, dass der Handelnde die frühere Erfüllung seiner Bedürfnisse höher wertschätzt als eine spätere Erfüllung seiner Bedürfnisse; dass er beispielsweise einen Euro, über den er heute verfügt, höher wertschätzt als einen Euro, über den er erst in einem Jahr verfügen wird. Die Manifestation der Zeitpräferenz ist der Urzins, der gewissermaßen in jedem Menschen steckt. Zeitpräferenz und Urzins sind nicht wegzudenkende Kategorien des menschlichen Handelns. Sie sind immer und überall positiv.

Wirklich verstehen kann man das Zinsphänomen vermutlich erst, wenn man die Erkenntnistheorie zur Hilfe nimmt. Sie zeigt, dass es Erkenntnisse gibt, die man nicht widerspruchsfrei verneinen kann, die logisch wahr sind: Indem man sie verneint, setzt man nämlich ihre Gültigkeit schon voraus. Dazu zählen die logischen Denkgesetze wie zum Beispiel „Eine Aussage kann nicht wahr und falsch zugleich sein“. Zu den logisch nicht bestreitbaren Erkenntnissen zählen im Bereich des menschlichen Handelns Zeitpräferenz und Urzins. Der Königsberger Philosoph Immanuel Kant (1724–1804), der Kritiker der reinen Vernunft, würde sie vermutlich als Bedingungen der Möglichkeit objektiver Erfahrung bezeichnen.

Die Theorie, dass der „soziale Urzins“ der Volkswirtschaften negativ geworden sei, und die Zentralbank müsste deshalb auch den Marktzins negativ „machen“, ist daher eine falsche Theorie. Dass im Euroraum viele Marktzinsen bereits im Negativbereich angekommen sind, ist die Folge der EZB-Geldpolitik. Sie hat durch ihre Leitzinssenkungen und Schuldpapierkäufe viele Marktzinsen unter die Nulllinie gedrückt.

Die negativen Marktrenditen sind also nicht auf natürlichem Weg zustande gekommen, sondern auf einem ganz und gar unnatürlichen Weg: Das EZB-Geldmonopol hat sie hervorgebracht. Ein Negativzins führt daher auch keine Gleichgewichtssituation herbei, sondern sie sorgt für folgenschwere Störungen.

Folgen des Negativzinses

Wenn die Zentralbank den Banken einen negativen Marktzins auferlegt (beispielsweise dadurch, dass sie sie durch einen negativen Einlagenzins zur Kasse bittet), werden die Geldhäuser über kurz oder lang diese Kostenbelastung auf ihre Kunden abwälzen (müssen). Die Bankguthaben werden dadurch entwertet, und der gutgläubige Bankkunde wird der Dumme sein.

Belasten die Banken ein Kundenguthaben von 10.000 Euro mit einen Negativzins von, sagen wir, zwei Prozent pro Jahr, so sind nach zwölf Monaten nur noch 9.800 Euro übrig. Hinzu kommt natürlich noch der Kaufkraftverlust des Geldes durch die laufende Teuerung.

Nimmt man eine Inflation von beispielsweise zwei Prozent pro Jahr an, so wird unter dem Negativzins von zwei Prozent die Kaufkraft des Geldes nach zehn Jahren bereits um 33 Prozent, nach zwanzig Jahren sogar schon um 55 Prozent gefallen sein. Der Sparer wird, wenn er an seinen Guthaben festhält, im Zeitablauf quasi ausgeblutet; seine Altersvorsorge zerrinnt ihm zwischen den Fingern.

Doch es gibt auch Gewinner: Die Negativzinspolitik verschiebt das Vermögen der Sparer in die Hände der EZB und der Staaten. Doch damit nicht genug. Die EZB kann ihre Negativzinspolitik auch so weit treiben, dass Konsum-, Hausbau- und Unternehmenskredite zu einem Negativzins angeboten werden.

Dazu gewährt die EZB den Euro-Banken beispielsweise Kredite für minus zwei Prozent pro Jahr: Die Banken leihen sich 100 Euro von der EZB und zahlen nach einem Jahr 98 Euro zurück. Die EZB wird aber Kredite zu Minuszinsen nur unter der Bedingung vergeben, dass die Banken das Geld verleihen. Denken wir das Beispiel zu Ende: Eine Bank beschafft sich 100 Euro für ein Jahr zu minus zwei Prozent pro Jahr bei der EZB.

Sie verleiht das Geld an Konsumenten zu einem Zins von, sagen wir, minus einem Prozent (sie verleiht also 100 Euro und erhält nach einem Jahr 99 Euro zurück). Insgesamt gesehen macht die Bank einen Gewinn von einem Euro: Sie verdient durch die Kreditaufnahme bei der EZB zwei Euro, notgedrungen verliert sie im Kreditgeschäft einen Euro.

Weg in die Planwirtschaft

Wenn Banken Kredite mit einem Negativzins anbieten, wird die Kreditnachfrage vermutlich durch die Decke schießen: Bei einem Zins von, sagen wird, minus einem Prozent kann man sich 100 Euro leihen, sie im einfachsten Fall auf dem Konto liegen lassen, und nach einem Jahr zahlt man 99 Euro zurück – und wer möchte an diesem risikolosen Bereicherungsspiel nicht gern teilhaben?

Damit also die Kredit- und Geldschöpfung nicht aus dem Ruder läuft und den Währungswert unkontrolliert herabsetzt, werden die Zentralbank-Räte zu einer Kreditrationierung greifen müssen: Sie legen vorab fest, wie groß die Kreditmenge sein soll und teilen sie dann zu.

Nach welchen Kriterien aber sollen die neuen Kredite ausgegeben werden? Sollen alle den gleichen Anteil erhalten? Oder sollen beschäftigungsintensive Branchen bevorzugt werden? Oder sollen nur Zukunftsbranchen an die neuen Kredite kommen? Soll der Süden Europas mehr als der Norden bekommen?

Die EZB wäre die Instanz, die verfügt, wer wann wieviel Kredit erhält. Damit bestimmt sie ganz maßgeblich, welche Industrien gefördert oder zurückgedrängt werden; welche Volkswirtschaften stärker und welche schwächer wachsen dürfen; welche Banken überleben dürfen und welche nicht. Mehr denn je befindet die EZB über die Geschicke der Volkswirtschaften. Willkommen in der Planwirtschaft!

Die EZB steht dabei, wie jede planwirtschaftliche Institution auch, vor einer unlösbaren Aufgabe: Ohne dass man auf den Markt und die Knappheitspreise, die er hervorbringt, zurückgreift, kann man bekanntlich nicht wissen, wie knappe Mittel am besten einzusetzen sind, um die drängenden Bedürfnisse zu bedienen.

Fehlentscheidungen, Verschwendung, Korruption und Vetternwirtschaft sind die absehbaren Begleiterscheinungen solch einer Zuteilungspolitik. Eine „Zombiewirtschaft“ wird befördert, in der unprofitable Unternehmen und Banken nicht mehr durch bessere Anbieter ersetzt, sondern künstlich am Leben gehalten werden. Die Effizienz schwindet, und Wachstum und Beschäftigung leiden.

Ende der Arbeitsteilung

Wenn die Zentralbank die Marktzinsen (immer tiefer) in den Negativbereich herunterdrückt, blähen sich die Preise für die Bestandsgüter – hierzu zählen Aktien, Häuser und Grundstücke – auf, beziehungsweise die Preise fallen höher aus im Vergleich zu einer Situation, in der die Marktzinsen nicht künstlich abgesenkt worden wären.

Denn je niedriger der Zins ist, desto höher sind auch die Barwerte der künftigen Zahlungen und damit auch die Marktpreise der Vermögensgüter. Das beschert den Investoren zunächst hohe Renditen. Doch gleichzeitig verschlechtern sich dadurch die künftigen Renditeaussichten für die Investitionen.

Das erklärt sich wie folgt: Die Null- und Negativzinsen lassen die Preise von beispielsweise Aktien und Häusern so weit ansteigen, bis die erwartete Rendite, die diese Anlageklassen versprechen, sich dem Niedrig- beziehungsweise Negativzins, den die Zentralbank setzt, angenähert hat. Im Extremfall fallen die erwarteten Marktrenditen sogar auf oder gar unter die Nulllinie.

Wenn aber die Zentralbank alle Renditen auf oder unter die Nulllinie gedrückt hat, ist das, was von der freien Marktwirtschaft noch übrig ist, am Ende. Ohne einen positiven Marktzins, ohne eine positive Rendite in Aussicht zu haben, hört das Sparen und Investieren auf – schließlich hat ja jeder Konsument, jeder Unternehmer einen positiven Urzins, das heißt er verlangt einen positiven Ausgleich für seinen Konsumverzicht.

Die arbeitsteilige Volkswirtschaft kommt zum Erliegen. Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bleiben aus. Maschinen, Werkshallen, Häuser – alles verrottet. Kapitalaufzehrung setzt ein. Die moderne Volkswirtschaft fällt zurück in eine primitive Subsistenzwirtschaft.

Das ist – konsequent zu Ende gedacht – das Ergebnis einer Negativzinspolitik: Sie zerstört das Wirtschaften, wie es in der westlichen Welt im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert entstanden ist und den Menschen wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt gebracht hat.

Die Lösung: Freies Marktgeld

Die Aussicht auf Negativzinsen ist daher eine Schreckensvision. Es ist der Versuch, die Gesetze der (Handlungs-)Logik außer Kraft zu setzen. Das aber ist unmöglich, ein Negativzins ist vernunftwidrig. Ob die „neue“ Theorie des Negativzinses Ergebnis eines großen Irrtums ist, oder aber ihre Befürworter sich absichtlich irren (das ist ja auch möglich): Die Macht der EZB wird zusehends zur Ohnmacht für die Bevölkerung. Wie schon so oft in der Geschichte zeigt sich: Eine politisch gewährte Monopolstellung lässt sich nicht wirksam kontrollieren.

Es ist eine relativ kleine Gruppe, bestehend aus einigen Zentralbankräten und einflussreichen akademischen Hexenmeistern, die im Euroraum den Weg in die Negativzinswelt ebnet. Zuspruch erhält sie von überschuldeten Regierungen und Finanzmarktprofis, die die Umbewertung aller Werte, die sich auf dem Weg in die Negativzinswelt einstellen, für ihre Zwecke zu nutzen wissen.

Der Schlachtplan, mit einem Negativzins die Schulden zu entwerten, die Volkswirtschaften dabei trotzdem weiter wachsen zu lassen und den Euro vor dem Untergang zu bewahren, entspringt der Anmaßung von Wissen. Die Umsetzung dieses Plans lässt Schlimmes befürchten.

Sie führt auf außerparlamentarischem Wege eine sozialistische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft herbei. Dass die EZB-Räte und die auf sie Einfluss nehmenden Interessengruppen eine beängstigende Machtfülle und gewaltige Missbrauchsmöglichkeiten haben, steht außer Frage.

Die Sympathisanten der sozialistischen Revolution werden das begrüßen. Aber alle, die Freiheit, Wohlstand und Frieden in Europa wollen, müssen fordern, die EZB zu entmachten, ihre Monopolstellung zu brechen. Aber wie? Nun, indem ein freier Markt für Geld geschaffen wird. Er lässt sich aus dem Selbstbestimmungsrecht der Menschen ableiten. Dieses beinhaltet die Freiheit der Menschen, das Geld wählen zu dürfen, das sie verwenden möchten, das ihren Wünschen am besten entspricht.

Es gibt keine überzeugenden Gründe – weder ökonomische noch ethische – warum die Staaten oder ihr Agent, die EZB, ein Geldmonopol innehaben sollten. Wenn die Menschen das verstanden haben und ihr Recht auf die freie Wahl des Geldes aktiv einfordern, sind die Schrecken – EZB-Monopolmacht, Negativzins und Sozialismus – gebannt.

Folgen für die Weltwirtschaft : Die Coronakrise verstärkt die Trends zur Deglobalisierung

Es wird nicht mehr wie es war. Am Ende der Corona-Krise könnte die globale Arbeitsteilung in konkurrierende Wirtschaftsblöcke zerfallen. Ein Gastbeitrag

Marc Saxer ist politischer Analyst und leitet das Referat Asien und Pazifik der Friedrich-Ebert-Stiftung

Mit atemberaubender Geschwindigkeit frisst sich die Coronakrise durch alle Systeme. In vielen Ländern steht das öffentliche Leben still. Globale Lieferketten sind unterbrochen. Der Luftverkehr kommt zum Stillstand. Unternehmen gehen pleite. Die Börsen krachen. Europa rutscht in die Rezession. Einige Staaten, allen voran Deutschland, haben schnell umfangreiche Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht, um die drohende Wirtschaftskrise abzufedern. Aber reicht das, um einen Kollaps zu verhindern? In den Vereinigten Staaten und in China sind viele Unternehmen, Privathaushalte und Kommunen hoch verschuldet. In Europa droht der Zusammenbruch Italiens, die Eurokrise neu zu entfachen.

Auf dem Prüfstand steht die staatliche Fähigkeit zum Schutz des Lebens seiner Bürger

Bisher haben die koordinierten Interventionen der Zentralbanken eine neue Finanzkrise verhindert. Ob geld- und fiskalpolitische Rettungsaktionen letztlich aber ausreichen, hängt von der Natur der Krise ab. Denn die Herausforderungen beschränken sich keineswegs nur auf die Sphäre der Ökonomie. Auf dem Prüfstand steht auch die Fähigkeit der Staaten, Leib und Leben ihrer Bürger zu schützen – nicht weniger also als die Urlegitimation des Leviathans.

In den Augen vieler Bürger haben die demokratischen Staaten bereits in den Krisen 2008 und 2020 die Kontrolle verloren. Viele sorgen sich, ob die nach Jahrzehnten der Sparpolitik ausgezehrten Gesundheitssysteme in der Lage sind, die Pandemie zu bewältigen. Vor allem viele Italiener beklagen seit langem, zu den Verlierern von Globalisierung und Gemeinschaftswährung zu gehören. Nun kommen noch die Ausgangssperren, der wirtschaftliche Schock und eine neue Flüchtlingskrise hinzu.

[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise live auf ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple-Geräte herunterladen können und hier für Android-Geräte.]

Nicht nur der lombardische Rechtspopulist Matteo Salvini weiß, wie man aus den Zutaten „offene Grenzen, gefährliche Fremde, korrupte Eliten und wehrloser Staat“ ein toxisches Gebräu zusammenrührt. Die liberalen Demokratien Westeuropas stehen also auf dem Prüfstand. In der Krise schlägt aber auch die Stunde kompetenten und zupackenden Regierens. Gelungenes Management der Krise stärkt das Vertrauen in den demokratischen Staat.

Kurzfristig bedeutet das, die über Jahre vernachlässigten Gesundheitssysteme in die Lage zu versetzen, mit dem Ansturm der Erkrankten umzugehen. In der Krise rächen sich nun die Schließung von Kliniken, die chronische Unterversorgung mit Pflegepersonal, und die klägliche technische Ausrüstung. Immer mehr Menschen fragen sich, ob es klug war, unser Zusammenleben alleine der Logik des Marktes zu unterwerfen. Statt den Profitinteressen Einzelner sollte die Daseinsvorsorge doch dem Gemeinwohl dienen.

Hintergrund-Informationen zum Coronavirus:

  • Interaktive Karte: Alle bestätigten Coronavirus-Infektionen nach Landkreisen und Bundesländern
  • Senat beschließt Kontaktbeschränkungen: Was jetzt noch in Berlin erlaubt ist
  • Schließungen, Hotlines, Anlaufstellen: Das müssen Sie wissen, hier bekommen Sie in Berlin Hilfe
  • Am Coronavirus erkrankt oder nur Schnupfen? Was man über die Symptome weiß
  • Tag für Tag: Auf unserer interaktiven Karte sehen Sie, wie sich das Virus global ausgebreitet hat

Die Politik denkt ernsthaft über Verstaatlichung von Unternehmen nach

Mit der Krise ist die erstarrte Politik in Bewegung gekommen. Binnen Stunden werden Summen in die Märkte gepumpt, welche die „radikalen“ Versprechen des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Sanders wie ein Taschengeld erscheinen lassen. Deutsche Politiker, die sich gestern noch über die Gedankenspiele des Jungsozialisten Kühnert echauffiert hatten, denken heute mit ernster Miene über die Verstaatlichung von Unternehmen nach.

Was in der Klimadebatte als naiver Kindertraum abgetan wurde, ist nun traurige Wirklichkeit: der globale Flugverkehr kommt zum Erliegen. Grenzen, die in der Flüchtlingskrise als unschließbar galten, sind heute geschlossen. Und ganz nebenbei beerdigt der bayrische Ministerpräsident Söder die „Schwarze Null“: „Wir werden uns nicht an Buchhaltungsfragen orientieren, sondern daran was Deutschland braucht“.

Wie die Krise zeigt, haben die Staaten nach wie vor enorme Gestaltungsmacht. Sicher, vieles ist dem Ausnahmezustand geschuldet. Sollte es aber bald wieder heißen „Es gibt keine Alternative“, werden sich die Bürger daran erinnern, was alles möglich ist, wenn man nur will. Das Zeitalter des Neoliberalismus, also der Vorrang der Marktinteressen gegenüber allen anderen gesellschaftlichen Interessen, kommt so an sein Ende.

Über Nacht müssen neue Lieferketten gestrickt werden

Das hat handfeste geopolitische Gründe. Seit geraumer Zeit besteht in Washington ein parteiübergreifender Konsens, die amerikanische von der chinesischen Volkswirtschaft zu entkoppeln, um den Konkurrenten nicht noch weiter zu stärken. Über Nacht müssen nun global aufgestellte Unternehmen ihre Lieferketten neu stricken. Werden alle diese Konzerne nach China zurückkehren? Und wie werden sich Europas Unternehmen neu aufstellen, nachdem die Krise die Kosten allzu großer Abhängigkeit von den chinesischen Lieferketten aufgedeckt hat?

[Verfolgen Sie in unseren Liveblogs die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und zum Coronavirus weltweit.]

Die Coronakrise beschleunigt also eine Entwicklung, die bereits seit längerem im Gange ist: die Deglobalisierung. Am Ende dieses Prozesses könnte die globale Arbeitsteilung in konkurrierende Wirtschaftsblöcke zerfallen.

Die globale Krise hat das Bewusstsein dafür gestärkt, wie verletzlich uns die Hyperglobalisierung gemacht hat. In einer global vernetzten Welt verbreiten sich Pandemien mit hoher Geschwindigkeit. Die globalen Lieferketten sind allzu leicht durchtrennbar, die Finanzmärkte anfällig für Krisen.

Die Pandemie könnte eine globale Systemkrise auslösen

Viele dieser Trends wirken bereits im Verborgenen. Die Coronakrise bringt sie nun zum Durchbruch. Die Gleichzeitigkeit der an allen Ecken auflodernden Brände überfordert aber unsere Fähigkeiten, sie zu löschen. Die Pandemie könnte daher die brennende Lunte am Pulverfass einer globalen Systemkrise sein.

Die Rechtspopulisten wollen die Grenzen schließen, und sich von der Welt abschotten. Das ist aber die falsche Antwort auf globale Herausforderungen wie Seuchen, Flucht und Klimawandel. Unser Ziel sollte vielmehr sein, die Ursachen dieser Krisen zu bekämpfen. Das bedeutet vor allem, die Weltwirtschaft auf ein widerstandskräftigeres Fundament zu stellen. Kürzere Lieferketten, etwa mit amerikanischen Produktionsstätten in Mexiko, und europäischen in Osteuropa, wären beispielsweise weniger krisenanfällig.

Die Finanzsysteme müssen demokratischer Kontrolle unterworfen werden

Am anfälligsten für periodische Krisen sind jedoch die Finanzsysteme. Seit über einem Jahrzehnt gelingt es den Zentralbanken nicht, die deflationären Tendenzen in den Griff bekommen. In der Coronakrise springen ihnen nun die Regierungen mit expansiver Fiskalpolitik zur Seite. Politisch hat das Geld der Steuerzahler aber einen Preis. „Keine Besteuerung ohne Repräsentation“ ist nicht umsonst die Gründungslogik des Parlamentarismus. Um Stabilität zu gewinnen, müssen die Finanzsysteme wieder einer demokratischen Kontrolle unterwerfen werden.

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Streit um Europäische Hilfen Sollen die Corona-Kredite der EU an Bedingungen geknüpft sein?

Eine grenzüberschreitende Pandemie schreit nach einer koordinierten globalen Antwort. Mit der einseitigen Abschottung von Europa sendet der amerikanische Präsident aber genau das gegenteilige Signal. Aber selbst in Europa mangelt es an Solidarität. Wie schon in der Eurokrise und der Flüchtlingskrise fühlt sich Italien von seinen Partnern im Stich gelassen. Allerhöchste Zeit uns bewusst zu machen, dass in diesen turbulenten Wochen die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Wenn wir wollen, dass diese Zukunft gemeinwohlorientiert, kooperativ und europäisch ist, müssen wir heute dringend solidarisch handeln. Packen wir es an.

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