Rückblick und Trading News 27. April bis 17. Mai 2020

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Rückblick: Trading News vom 13. bis 27. April 2020

In Großbritannien sorgte Premierministerin Theresa May mit ihrer Ankündigung, für Juni vorgezogene Neuwahlen zu planen, für eine Überraschung. Sie möchte mit diesem Schritt wohl ihre Position im Hinblick auf die Anstehenden Brexit-Verhandlungen stärken. In Frankreich wurde bereits gewählt: Aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ging der sozial-liberale Kandidat der Mitte Emmanuel Macron als Sieger hervor. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen zog als Zweite ebenfalls in die Stichwahl ein.

Wirtschaft

EU

Neuwahlen in Großbritannien

Theresa Mays Neuwahl-Ankündigung wird von Ökonomen unterschiedlich bewertet. So hält Ifo-Präsident Clemenst Fuest ihre Ankündigung für einen cleveren Schachzug. Sie könnte mit einem klaren Wahlsieg in der Tat gestärkt in die Verhandlungen mit der EU eintreten. Andere Ökonomen wie DIW-Chef Marcel Fratzscher sehen in den Neuwahlen ein Risiko für May und befürchten Verzögerungen bei den Brexit-Verhandlungen. An den Finanzmärkten sorgte die Ankündigung allerdings zunächst für Verunsicherung. Investoren setzten kurzfristig auf sichere Anlagen und auch der britische Aktienindex FTSE 100 sank zunächst. Das britische Pfund konnte allerdings von Mays Ankündigung profitieren und legte deutlich zu. Dennoch ist die Währung noch immer mehr als 15 Prozent billiger als vor dem Brexit-Votum im vergangenen Sommer.

Minus im britischen Einzelhandel

Verunsicherung spürt auch der britische Einzelhandel. Im ersten Quartal des Jahres mussten die britischen Einzelhändler den größten Umsatzeinbruch seit sieben Jahren verkraften. Dies geht aus Zahlen des britischen Statistikamtes ONS hervor. Zwischen Januar und März sanken die Einnahmen um 1,4 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal 2020. Als Grund werden die steigenden Preise in Großbritannien genannt. Infolge der Inflation im Land müssen besonders Familien einen starken Anstieg der Lebenshaltungskosten verkraften und senken daher ihre Ausgaben.

Wahlen in Frankreich

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich zeigte sich die deutsche Wirtschaft erfreut über den Erfolg Emanuel Macrons. Auch in der Stichwahl ist er der Wunschkandidat. Macron steht für internationale Zusammenarbeit und offenen Welthandel. Die deutsche Wirtschaft hofft, dass unter Macron die Zusammenarbeit beider Länder weiterhin gut und stabil bleibt. Im vergangenen Jahr war Frankreich der zweitwichtigste Außenhandelspartner Deutschlands. Für Frankreich ist Deutschland das wichtigste Exportland. Zudem sind rund 2.500 deutsche Unternehmen mit über 330.000 Mitarbeiter in Frankreich tätig.

Sorgen vor Frankreich-Wahl

Vor der Wahl blickte die Welt mit Sorge auf den Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen. So zeigte sich beispielsweise die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde, selbst Französin, besorgt. Für die zweite Runde am 7. Mai liegt in Umfragen bislang Emmanuel Macron deutlich vorn.

Schweden will Bondmarkt ankurbeln

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In Schweden gibt es Pläne für einen Staatsfonds nach norwegischem Vorbild. Das Ziel ist es, den schwächelnden Anleihenmarkt anzukurbeln. Derzeit ist die Staatsverschuldung so gering, dass es zu Problemen mit der Liquidität von Staatsanleihen kommen könnte. Daher sieht Finanzministerin Magdalena Andersson in einem Staatsfonds eine Möglichkeit, dies in den Griff zu bekommen. Das Ziel ist es, mehr Schuldpapiere der Regierung aufzulegen, um so das Angebot am Markt zu erhöhen. Gelder, die nicht für staatliche Ausgaben benötigt werden, würden so in den Fonds fließen. Schweden müsste aufgrund der geringen Verschuldung sogar einen Aufschlag an Anleger zahlen, wenn diese schwedische Anleihen halten. Daher wächst die Sorgen, dass Anleger ausblieben und die Kreditaufnahme, beispielsweise im Falle einer Bankenkrise, schwieriger wird.

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In Norwegen verwaltet der Staatsfonds etwa 860 Milliarden Euro und ist damit der größte dieser Art. Die norwegische Regierung sieht den Staatsfonds als „Versicherung“ wenn Öl- und Gasreserven auslaufen. Die schwedische Regierung plant bis 2020 mit einer Staatsverschuldung von 31 Prozent der Wirtschaftskraft. Damit ist Schweden deutlich geringer verschuldet als andere Euro-Länder, bei denen die Schuldenquote durchschnittlich bei 90 Prozent liegt.

Deutscher Aufschwung in Gefahr

Ökonomen warnen trotz der guten Konjunktur vor Risiken für die deutsche Wirtschaft. Die führenden Forschungsinstitute erhöhten zwar ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,5 Prozent, warnten jedoch zugleich vor Gefahren. Weltwirtschaftliche Risiken wie der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich könnten zu Risikoaufschlägen an den Finanzmärkten sorgen und letztendlich die Konjunktur belasten. Damit kreisen die Gedanken der Ökonomen derzeit mehr um politische Ereignisse als um die Konjunktur.

Portugal ab 2020 ohne neue Schulden

Portugal will bis zum Jahr 2020 schrittweise sein Defizit abbauen und ab 2020 ganz ohne neue Schulden auskommen. In diesem Jahr wird ein Minus des BIP von 1,5 Prozent erwartet, im kommenden Jahr von 1,0 Prozent. Im Rahmen eines Stabilitätsprogramms will die portugiesische Regierung zudem den Schuldenstand bis 2021 auf 109 Prozent des Bruttoinlandsproduktes reduzieren. In diesem Jahr liegt der Schuldenstand wohl noch bei 128 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Mit der portugiesischen Wirtschaft geht des derweil weiter nach oben. Die Wirtschaft wuchs nach der schweren Krise 2020 zuletzt drei Jahre in Folge.

Windstrom ohne Förderung

Erstmals muss die Windenergie-Branche in Deutschland ohne Subventionen auskommen. Dies könnte für sinkende Strompreise sorgen. Derzeit entstehen die ersten Windparks ohne die bisher übliche staatliche Förderung. Dennoch kann die Politik womöglich die Ökostrom-Ausbauziele anheben und damit den Netzausbau vorantreiben. Die Windenergie-Branche, gerade wenn es um Offshore-Windparks geht, zeigt sich sehr wettbewerbsfähig und überrascht damit sogar Experten. In Zukunft könnten einzelne Windparks ganz ohne Subventionen auskommen.

Europäischer Automarkt legt zu

Im März stiegen die Verkäufe auf dem europäischen Markt um 11,2 Prozent auf 1,89 Millionen Autos. Dies gab der Herstellerverband ACEA bekannt. Noch nie wurden in einem März so viele Fahrzeuge verkauft. Der Grund dafür sei aber die späten Osterfeiertage; im vergangenen Jahr wurde Ostern bereits im März gefeiert, dieses Jahr erst einen Monat später. Insgesamt konnten die Autoverkäufe zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent zulegen.

Bessere Stimmung in italienischer Industrie

Das Barometer zur Messung der Stimmung der Industrie in Italien legte im April um 0,7 Punkte zu. Auch das gesamte Geschäftsklima verbesserte sich leicht. Die Verbraucherstimmung trübte sich dagegen etwas ein. Die italienische Regierung erwartet in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,1 Prozent. Damit bleibt das Wirtschaftswachstum allerdings so schwach wie in kaum einem anderen Land in der Eurozone.

USA

Erneut große Übernahme in der US-Gesundheitsbranche

Der Medizintechnik-Hersteller Becton Dickinson (BD) gab bekannt, dass er für 24 Milliarden Dollar seinen Konkurrenten C R Bard übernimmt. Die Übernahme soll im Herbst abgeschlossen sein. Schon in den letzten Jahren machte die US-Medizintechnikbranche mit großen Übernahmen auf sich aufmerksam. So kaufte unter anderem im Januar der Pharmakonzern Abbott Laboratories den Hersteller St. Jude Medical für 25 Milliarden Dollar.

Im April ging das Vertrauen der US-Verbraucher deutlich zurück. Überraschend fiel das Barometer für Verbrauchervertrauen von 124,9 Punkte auf 120,3 Punkte, wie das Institut Conference Board bekannt gab. Experten hatten mit einem Stand von 122,5 Punkten gerechnet. Die Verbraucher in den USA schätzen ihre Lage damit schlechter ein als im Vormonat. Auch hinsichtlich ihrer Zukunftsaussichten sind sie skeptischer. Dennoch sind die Konsumperspektiven weiter positiv. In den USA ist der private Konsum für 70 Prozent der Wirtschaftsleistung verantwortlich.

Immobilienmarkt zieht an

Dagegen legt der US-Immobilienmarkt deutlich zu. Besonders die Zahl der Neubauverkäufe zeigt ein Plus. Im März wurden 5,8 Prozent mehr Neubauten verkauft, als im Februar. Mit 621.000 Einheiten ist diese die höchste Zahl seit acht Monaten. Experten hatten mit einem Rückgang der Neubauverkäufe gerechnet. Die gute Arbeitsmarktlage führt wohl dazu, dass mehr Amerikaner eine neue Wohnung kaufen.

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Geld- und Währungspolitik

Änderung des geldpolitischen Ausblicks der EZB im Juni möglich

Derzeit gibt es Gerüchte, dass die EZB im Juni ihre geldpolitische Haltung ändern könnte. Aktuelle Wirtschaftsdaten und die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl geben Anlass zu der Annahme, dass die EZB eine Verringerung ihrer Konjunkturhilfen anstreben könnte. Auch noch niedrigerer Zinsen oder eine Aufstockung der Anleihenkäufe könnten dann vom Tisch sein.

Wenn Emmanuel Macron auch aus der zweiten Wahlrunde als Sieger hervorgeht, könnte sich die EZB wieder mehr auf Themen wie Konjunktur und Inflation konzentrieren, da die politischen Gefahren geringer werden könnten. Auch die Entwicklung der Inflation im Euroraum könnte die weitere Arbeit der EZB beeinflussen.

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Rückblick: News vom 3. bis 17. August 2020

Viele Menschen in Deutschland genießen gerade ihren wohlverdienten Urlaub. Dennoch stiegen die großen Parteien in den vergangenen Tagen in den Wahlkampf zur Bundestagswahl im September ein. Eines der vorherrschenden Themen ist auch hier das Thema Dieselautos. Auf dem „Diesel-Gipfel“ Anfang August in Berlin sagten die Automobilhersteller unter anderem Software-Updates für betroffene Autos zu. Auf diesem Weg kann der Ausstoß von Stickoxiden reduziert werden. Mit Blick in die USA stand dort in den vergangenen Wochen vor allem die Nordkorea-Krise im Mittelpunkt. Sowohl Donald Trump als auch der Nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un verschärften ihre Rhetorik mit wechselseitigen Drohungen deutlich.

Wirtschaft

EU

Produktion in Deutschland sinkt

Die deutschen Unternehmen mussten im Juni nach fünf Monaten mit Zuwächsen ihre Produktion zurückfahren. Dies war der längste Aufwärtstrend der letzten sechs Jahre. Dieser fand nun ein überraschendes Ende. In Industrie, Baubranche und bei den Energieversorgern wurden 1,1 Prozent weniger produziert als im Monat zuvor, wie aus Zahlen des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Experten hatten mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Dennoch legte die Produktion im gesamten zweiten Quartal um 1,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal zu. Die Auftragseingänge und auch das positive Geschäftsklima deuten ebenfalls darauf hin, dass der Aufwärtstrend weiter anhält. Ökonomen zufolge stieg das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni um 0,6 Prozent.

Weitere Einfuhrzölle für chinesischen Stahl

Die EU verhängt erneut Einfuhrzölle auf Stahl aus China. Dabei handelt es sich um vorläufige Einfuhrzölle in Höhe von bis zu 28,5 Prozent, die auf korrosionsbeständige Stähle aus China erhoben werden. Dieser Entscheidung ging eine achtmonatige Untersuchung voraus, die nach einer Beschwerde des Europäischen Stahlverbandes Eurofer, zu dessen Mitgliedern unter anderem ThyssenKrupp und ArcelorMittal gehören, aufgenommen wurde. Die EU wirft chinesischen Herstellern vor, den europäischen Markt mit Stahl mit Dumpingpreisen zu überschwemmen. Diese günstigen Preise könne der größte Stahlproduzent der Welt nur dank staatlicher Subventionen anbieten. Allein im Jahr 2020 wurden wohl 45 Prozent mehr Stahl aus China in die EU importiert. Die betroffenen chinesischen Hersteller können die Entscheidung innerhalb von 25 Tagen anfechten.

Tourismus in Deutschland mit großen Zuwächsen

Im ersten Halbjahr stieg die Anzahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent. Der Großteil davon entfiel auf Gäste aus dem Inland. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga rechnet in diesem Jahr zum achten Mal in Folge mit einem Übernachtungsrekord. Die angespannte Lage in vielen beliebten Reiseländern wie der Türkei führt dafür, dass in diesem Jahr viele deutsche Urlauber ein Reiseziel in Deutschland auswählen. Die Nachfrage ausländischer Gäste ist ebenfalls hoch.

Konjunktur in der EU und den USA gleichauf

Die Wirtschaft in der Eurozone zieht immer mehr an und kann zunehmend mit den USA mithalten. Laut der europäischen Statistikbehörde Eurostat legte das BIP im zweiten Quartal um 0,6 Prozent zu und war damit fast auf demselben Level wie in den USA. Die USA konnten sich schneller von den Folgen der Finanzkrise erholen, als die Wirtschaft im Euroraum. Doch nun verbessert sich auch die Wirtschaft in der Eurozone zunehmend, was auch an der positiven Weltwirtschaft und der Geldpolitik der EZB liegt. Auch die Wirtschaft in Staaten wie Italien, die besonders lange unter den Folgen der Krise litten, stabilisiert sich immer mehr. Diese Staaten finden wieder Anschluss an die anderen Staaten in Europa.

Italienische Wirtschaft legt zu

In Italien wuchs das BIP auch im zweiten Quartal um 0,4 Prozent. Die Regierung in Rom will in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum vom 1,1, Prozent erreichen. Die aktuellen Zahlen lassen erkennen, dass dieses Ziel womöglich sogar übertroffen wird. Eine Erholung der Konjunktur und eine niedrigere Arbeitslosenquote könnten mit Blick auf die für Anfang des kommenden Jahres vorgesehenen Wahlen der Demokratischen Partei zugute kommen.

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Scharfe Konkurrenz in Windenergie-Branche

Beim Bau von neuen Windparks verschärft sich die Konkurrenz. In der zweiten Ausschreibungsrunde für Windenergieprojekte an Land sank der durchschnittliche Zuschlagswert im Vergleich zur ersten Runde um mehr als einen Cent je Kilowattstunde. Dies gab Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur, bekannt. Nun liegt der Durchschnittswert bei 4,28 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Durchschnittswert ist die Subvention, die jeder Betreiber eines Windenergie-Projekts erhält. Insgesamt erhielten 67 Gebote einen Zuschlag und können damit Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 1.000 Megawatt – etwa so viel, wie ein Atomkraftwerk – bauen.

Die Bundesregierung will die Kosten für Windenergie senken und hat daher Ausschreibungen eingeführt. Betreiber, die die niedrigste Subvention fordern, bekommen den Zuschlag. Im April erhielt mit EnBW erstmals ein Betreiber den Zuschlag für einen Windpark auf hoher See, der ganz ohne Subventionen auskommen könnte. Wenn die Baukosten für derartige Windparks sinken und die Strompreise an der Börse steigen, kann sich der Betrieb eines Windparks bald auch ganz ohne Subventionen für die Betreiber lohnen.

Schweizer Privatbanken kämpfen ums Überleben

In den nächsten fünf Jahren könnte fast ein Viertel aller Privatbanken in der Schweiz aufgeben. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsfirma zeb. Von 130 Banken würden bis 2021 nur noch etwa 100 bestehen bleiben. Laut der Beratungsfirma würden derzeit einige kleinere Institute mit weniger als einer Milliarde Kundenvermögen abgewickelt. Andere kleinere Banken würden zurzeit Zukäufen suchen, um ihre Infrastruktur mit der Hilfe von zusätzlichen Kundengeldern besser auslasten zu können.

In den letzten Jahren haben sich vor allem ausländische Banken in der Schweiz zurückgezogen. Diese wurden an Tochterunternehmen verkauft. Die Gründe hierfür waren gestiegene Kosen für die IT-Infrastruktur und eine verschärfte Regulierung. Darüber hinaus nehmen immer weniger Kunde hohen Gebühren für die Vermögensverwaltung in Kauf. Hier machen den Banken auch passiv verwaltete Anlagevehikel, die einen bestimmten Index abbilden, Konkurrenz. Dies entwickelten sich laut zeb besser als die Fonds der Privatbanken, die aktiv verwaltet werden. Zudem seien die passiv verwalteten Anlagevehikel deutlich günstiger.

USA

Suche nach sicheren Anlagen

Aufgrund der politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sind Anleger derzeit auf der Suche nach sicheren Anlagen. Die beidseitigen Drohungen führten dazu, dass auch an den internationalen Finanzmärkten Unsicherheit zu spüren war. Viele Anleger wurden vorsichtig. Daher waren zeitweise Anleihen von Staaten mit einer hohen Bonität, darunter auch Deutschland, sehr gefragt. Auch die als „sichere Häfen“ bezeichneten Währungen, wie der Schweizer Franken, wurden vermehrt gekauft. Der Goldpreis stieg ebenfalls an. Und die Nervosität an der Börse war auch an einem Anstieg des Index Vix, der auch als „Angstindikator“ bekannt ist, zu spüren. Dieser Index misst Kursschwankungen am amerikanischen Aktienmarkt und stieg auf den höchsten Wert seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.

Inflation bereitet der Fed Sorgen

In den USA wird gerade diskutiert, ob und wann die Fed die nächste Zinsanhebung verkündet. Auf dem Weg zu einer weiteren Zinserhöhung bereitet der Fed die niedrige Inflation Sorgen. Laut den Protokollen der Fed-Sitzung im Juli, die zwischenzeitlich veröffentlicht wurden, mahnen einige Verantwortliche zur Vorsicht und wollen mit einer weiteren Erhöhung warten, bis die Inflation in Richtung der 2-Prozent-Zielmarke der Notenbank geht. Sie gehen davon aus, dass die Inflation noch lange unterhalb der Zielmarke liegen wird.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Zinssitzung der Bank of England

Trotz zweier Gegenstimmen belässt die BoE ihre Zinsen auf einem Rekordtief von 0,25 Prozent und bestätigte damit die Erwartungen von Experten. Auch das Ankaufprogramm für Vermögenswerte bleibt unverändert. Bei der Abstimmung stimmten sechs Mitglieder des Ausschusses für eine Nicht-Anhebung der Zinsen, zwei Mitglieder – Michael Saunders und Ian McCafferty – sprachen sich für eine Zinsanhebung aus. Beide hatten schon bei der letzten Sitzung für eine Zinserhöhung plädiert. Die Abstimmung zum Vermögenswerte-Kaufprogramm fiel jedoch einstimmig aus. Laut dem Sitzungsprotokoll wurde zudem deutlich, dass die BoE-Mitglieder von einem reibungslosen Ablauf der Brexit-Verhandlungen ausgehen.

BoE geht von weiterem Anstieg der Inflation aus

Mit Blick auf die Zukunft sind jedoch zwei statt nur einer Zinsanhebung möglich. Zudem geht die BoE von einem weiteren Anstieg der Inflation aus. Eine positivere Stimmung in der Weltwirtschaft könnte jedoch die Unsicherheiten in Großbritannien ausgleichen. Des Weiteren senkte die BoE ihren Wachstumsausblick für das laufende Jahr von 1,9 auf 1,7 Prozent und geht auch für das nächste Jahr von 1,6 statt 1,7 Prozent aus.

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Tschechien erhöht Leitzins

Die erste europäische Notenbank erhöht ihren Leitzins und beendet damit den Krisenmodus. Die tschechische Nationalbank hob den Leitzins des Landes von 0,05 auf 0,25 Prozent an und beginnt damit mit einer Straffung ihrer Geldpolitik. Wie auch in anderen Ländern senkte die Zentralbank in Prag den Leitzins infolge der Finanzkrise immer weiter bis auf das Rekordtief von 0,05 Prozent. Die letzte Zinssenkung erfolgte im Jahr 2020.

In der jüngsten Vergangenheit zog die tschechische Wirtschaft jedoch immer weiter an. Zudem stiegen die Löhne und auch die Inflation liegt über zwei Prozent. Daher gab es keinen Grund mehr, an den sehr niedrigen Zinsen festzuhalten. Die steigenden Preise führten am Immobilienmarkt sogar zu einer Finanzblase.

Aufwertung der tschechischen Krone

2020 führten die tschechischen Notenbanker eine Wechselkursuntergrenze ein, die den Wert der Krone begrenzen sollte. Ein Euro durfte nicht weniger als 27 Kronen wert sein. Damit wollte man gegen die schwache Inflation kämpfen und Nachteile für die heimische Wirtschaft vermeiden. Diese Regelung wurde jedoch bereits im April außer Kraft gesetzt. In der Folge erlebte die tschechische Krone eine Aufwertung. Nach der Zinsanhebung legte die Landeswährung erneut an Wert zu und kletterte auf den stärksten Wert seit der Einführung des Mindestkurses.

Schäuble hofft auf Ende der niedrigen Zinsen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hofft, dass die EZB bald ihre Niedrigzinspolitik beendet und sieht erste Signale, die darauf hinweisen. Zwar konnte die Bundesregierung beim Bundeshaushalt aufgrund der niedrigen Zinsen sparen, dennoch sieht Schäuble die Nachteile der EZB-Geldpolitik und hofft auf ein baldiges Ende. Er sieht, wie auch andere Experten, Anzeichen dafür, dass die Zentralbank im September erste Schritte in Richtung einer Neuausrichtung ihrer Geldpolitik gehen wird. Aber auch Schäuble sagt, dass die EZB bei einer Veränderung ihrer Geldpolitik vorsichtig vorgehen müsse. Laut Schäuble werden zwar auch in den kommenden Jahren die Zinsen niedrig bleiben, aber langsam wieder steigen. Das derzeitige Zinsniveau sei zwar für die deutsche Wirtschaft sehr niedrig, aber in den südeuropäischen Staaten sei dies notwendig.

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Seasonal Trading Mai

Die beiden saisonalen Kandidaten aus dem vergangenen Monat April NZDUSD und NZDJPY waren vom ersten Moment an ein absoluter Volltreffer. Beide Währungspaare schmierten direkt nach dem Short-Einstieg ab. Der Monat Mai ist oftmals von Seitwärts-Märkten geprägt, in dem begonnene Trends von Anfang des Jahres auskonsolidiert werden. Die Volatilität nimmt dementsprechend häufig in diesem Monat zu. Daher schauen wir uns für den Monat Mai einmal auf dem Rohstoff-Markt um und gucken, was der Trademiner uns hier an möglichen Kandidaten ausspuckt. Die Analysen dieser Webseite berücksichtigen in keiner Weise eine konkrete persönliche Anlagesituation und dürfen folglich nicht als Anlageberatung im Sinne des § 32 KWG aufgefasst werden.

RГјckblick

NZDUSD und NZDJPY waren die Short-Kandidaten im vergangenen Monat April. Keine Überraschung, wenn man sich den Goldpreis im April ansieht und weiß, dass die Rohstoffwährung NZD eng mit dem gelben Metall korreliert. Beide Trades liefen direkt in die anvisierte Richtung.

Der NZDUSD machte sich direkt am Tag der saisonalen Eröffnung weiter in Trendrichtung Süden. Wenig überraschend also, dass auch das eng korrelierte Währungspaar NZDJPY sogleich denselben Weg antrat.

Mai 2020: Reis und Natural Gas als Short-Kandidaten

Da wir regelmäßig zwischen Aktien, Forexpaaren und Rohstoffen wechseln möchten, nehmen wir heute mal 2 Rohstoff-Futures in den saisonalen Check. Ein Scan der letzten 15 Jahre fördert 2 Short-Kandidaten zu Tage, die in 80 Prozent der Fälle in den Gewinn gelaufen sind und einen sehr guten Trademiner-Score aufweisen. Selbstverständlich sollte man seine Einstiege auch hier wieder sorgsam planen, sein Risiko- und Money Management beachten und die saisonalen Muster mit weiteren Analyse-Parametern wie Technischer Analyse und COT-Report abgleichen.

Im Mai starten Reis und Natural Gas mit einer bГ¤rischen SaisonalitГ¤t. WГ¤hrend der Reis (Juli-Kontrakt) vom 25.05 – bis 27.06. gehalten werden soll, ist es bei Natural Gas vom 14.05. – 25.07. (Januar-Kontrakt)

Reis: ZRN (Juli-Kontrakt) Short vom 24.05. – 27.06.

Der Short im Reis ($10/Tick) zu obigem Zeitraum hat in den letzten 15 Jahren eine Trefferquote von 80% gebracht. Der durchschnittliche Profit lag bei 112%, der maximale DD bei 180%.

Natural Gas: GNGF (Januar-Kontrakt) Short vom 14.05. – 25.07.

Auch Natural Gas ($10/Tick) bildet ab Mai eine bärische Saisonalität aus, die bis Ende Juli anhalten sollte. Der Short im GNGF war in 80% der untersuchten 15 Jahre erfolgreich und brachte einen durchschnittlichen Gewinn von 211%, dies allerdings hauptsächlich Dank eines extremen Ausreißerjahres (2008). Der maximale Drawdown erreichte einen Wert von 746%.

Fazit

Im Mai finden wir im Rohstoffsektor mit Reis und Natural Gas 2 Short-Kandidaten. NatГјrlich kann man die saisonalen Informationen auch fГјr den Intraday-Handel nutzen und muss die Kontrakte nicht Гјber die gesamte Laufzeit halten.

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